Microsoft stampft viele Funktionen seiner Gesichtserkennung ein. Grund dafür sind ethische Bedenken.
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Das Logo von Microsoft an der Fassade eines Firmen-Standortes. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Microsoft hat neue hauseigene Richtlinien für Künstliche Intelligenzen erarbeitet.
  • Davon ist vorerst insbesondere die Gesichtserkennung betroffen.
  • Alter, Geschlecht und Gemütszustand können nicht mehr automatisch ermittelt werden.

«Unsere Gesetze hinken hinterher.»

Aus diesem und weiteren Gründen sieht Microsoft das Bedürfnis, hauseigene Richtlinien für Künstliche Intelligenzen festzulegen. Das «Responsible AI»-Team unter Chefin Natasha Crampton hat die neuen Standards in einem Blog-Post sowie Video vorgestellt.

Deshalb hat das Unternehmen aus Redmond den Zugang zu bestimmten Diensten stark eingeschränkt. Davon ist vorerst insbesondere die Gesichtserkennung betroffen.

Das Video von Microsofts «Responsible AI»-Team.

So wird es mit den Tools von Microsoft nicht mehr möglich sein, das Alter oder Geschlecht automatisch zu ermitteln. Auch ob jemand Schminke trägt, lacht, weint oder einen Bart trägt, soll der KI vorenthalten bleiben.

Die Beschränkungen für Kunden und Partner erfolgt in einer Übergangsphase. Wer Zugriff hatte, kann den Dienst bis zum 30. Juni 2023 nutzen. Neukunden erhalten ab sofort keinen Zugang mehr.

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