AMD – RDNA-4m-Firmware für Ryzen AI 500 unter Linux
AMD bereitet Linux auf kommende Ryzen-AI-500-Prozessoren vor. Firmware für die erwartete RDNA-4m-Grafik ist bereits verfügbar.

AMD hat die Firmware für die kommende mobile Grafikeinheit RDNA 4m in Linux eingepflegt. Der entsprechende Eintrag wurde am 21. August 2026 in das Repository linux-firmware aufgenommen.
Wie die «PC Games Hardware» berichtet, umfasst das Paket Firmware für GFX1170 und GFX1171. Hinzu kommen Dateien für PSP 15.0.0 und 15.0.9, SDMA 6.1.4 sowie die Video-Engine VPE 2.0.0.
Auch die Display-Ausgabe soll mit der neuen Plattform vorbereitet werden. Dafür wird die Display-Engine DCN 4.2 als Bestandteil der RDNA-4m-Plattform genannt.
RDNA 4m: AMD setzt auf Zen 6 und Medusa Point
Für GFX1172 existiert dagegen weiterhin keine passende Firmware. Die Grafikeinheit ist laut der «PC Games Hardware» bereits als Ziel im LLVM-Compiler hinterlegt, ihre weitere Verwendung bleibt jedoch offen.
Trotz der Bezeichnung handelt es sich bei RDNA 4m nicht um das klassische RDNA 4 der Radeon-RX-9000-Serie. GFX 11.7 gehört weiterhin zur GFX-11-Familie und steht damit in der Entwicklungslinie von RDNA 3.5.
Als Abnehmer der neuen Grafiklösung gilt die kommende Ryzen-AI-500-Serie mit dem Codenamen Medusa Point. Dafür werden Zen 6, Zen 6c und Zen 6 LP als mögliche CPU-Bausteine gehandelt.
Bis zu 22 Kerne: AMD bereitet Linux für Ryzen AI 500 vor
Leaks nennen für einzelne Varianten bis zu 22 Prozessorkerne und 44 Threads. AMD hat diese Angaben, konkrete Modellnamen, Taktraten und die endgültige GPU-Ausstattung bislang nicht offiziell bestätigt.
Für Linux-Anwender ist deshalb vor allem die Softwareunterstützung relevant. Die «PC Games Hardware» nennt Linux 7.3 und Mesa 26.3 als wichtige Voraussetzungen für die Unterstützung der GFX117X-Grafikeinheiten.
Die frühe Bereitstellung der Firmware gibt Linux-Distributionen Zeit für entsprechende Aktualisierungen. Ob ein neues Notebook direkt vollständig unterstützt wird, hängt deshalb auch vom Paketstand der jeweiligen Distribution ab.
AMDs iGPU steht unter Konkurrenzdruck
Die Entwicklung fällt in eine Phase zunehmenden Wettbewerbs bei integrierten Notebook-GPUs. Die «Notebookcheck» sieht insbesondere im mittleren Leistungssegment eine Schwäche der aktuellen AMD-Lösungen gegenüber Intels Arc-iGPUs.
Im getesteten HP ZBook 8 G2a 14 erreichte eine Radeon 890M im Performance Rating 60,6 Punkte. Das Vergleichsgerät mit Arc B390 kam auf 100 Punkte und lag damit rund 65 Prozent vorne.

Parallel zeigt AMD mit seinen X3D-Prozessoren weiterhin Präsenz im Gaming-Markt. Die «GameStar» hebt beim Ryzen 7 9800X3D besonders den 96-MB-L3-Cache und die hohe Spieleleistung hervor.















