Linux 7.2 ist da – Linus Torvalds veröffentlicht neuen Kernel
Linux 7.2 ist veröffentlicht und bringt Verbesserungen bei Scheduling, Hardware, Dateisystemen, Rust, Netzwerk und Sicherheit.

Linus Torvalds hat Linux 7.2 am Sonntagabend, 16. August 2026, offiziell freigegeben. Der Kernel erschien nach sieben Release Candidates planmässig.
Die letzte Entwicklungswoche war erneut ungewöhnlich umfangreich und brachte zahlreiche kurzfristige Änderungen. Die «LinuxNews» führt dabei auch den zunehmenden Einsatz von KI-Werkzeugen bei der Fehlersuche an.
Torvalds bezeichnete diese Entwicklung der «LinuxNews» zufolge als neue Normalität. Eine weitere Verzögerung hätte seiner Einschätzung zufolge möglicherweise eine Veröffentlichung verhindert.
Linux 7.2 verbessert Scheduling und Hardware
Zu den wichtigsten Neuerungen gehört das erweiterte Cache-Aware Scheduling für moderne Mehrkernprozessoren. Der Scheduler berücksichtigt die Cache-Topologie stärker und kann Aufgaben entsprechend platzieren.
Auch die Grafikunterstützung wird ausgebaut, darunter erste HDMI-2.1-FRL-Unterstützung im AMDGPU-Treiber. Die «IT-Daily» nennt zudem erste Unterstützung für die CRI-Plattform beim Intel-Xe-Treiber.
Hinzu kommen Verbesserungen für aktuelle AMD- und Intel-Prozessoren sowie Grafiklösungen. Die «LinuxNews» verweist ausserdem auf die Integration des von Intel entwickelten USB4STREAM-Protokolls.
Dateisysteme, Speicher und Rust
Bei Btrfs sind Large Folios nun standardmässig aktiviert, während SMB komprimierte Dateien unterstützt. Das neue NTFS-Dateisystem aus Linux 7.1 wurde ebenfalls weiter verbessert.
Die Swap-Verwaltung wurde umfassend weiterentwickelt und um eine weitere Phase der Swap-Table-Arbeiten ergänzt. Laut der «IT-Daily» sind bei bestimmten MongoDB- und YCSB-Arbeitslasten Leistungsgewinne bis zu 30 Prozent möglich.
Linux 7.2 erweitert zudem die Rust-Unterstützung auf IBM System/390 und integriert die Zerocopy-Bibliothek. Für ARM64 kommen zusätzliche Hardware-Fähigkeitskennungen für aktuelle Erweiterungen hinzu.
Sicherheit, Netzwerk und weitere Änderungen
Im Sicherheitsbereich kann Landlock die Nutzung von UDP-Sockets gezielter einschränken. Die «IT-Daily» nennt ausserdem Erweiterungen für IMA, den Slab-Allocator und KVM.
Im Netzwerkbereich kommen TCP-Authentifizierung, IPv6-Signalisierung für MPTCP sowie GRO und GSO für PPPoE hinzu. Die «IT Boltwise» nennt zusätzlich Verbesserungen bei openat2(), Huge Pages und weiteren Netzwerkfunktionen.

Nicht alle geplanten Änderungen schafften es in die finale Version von Linux 7.2. Die «LinuxNews» berichtet, dass Torvalds die neue DRM-Fair-Scheduling-Policy wegen Regressionen zurücknahm.
















