IndyCar: Palou patzt in Washington – Kirkwood gewinnt «Freedom 250»
Das einmalige Gastspiel der IndyCar-Serie auf dem Kapitol in Washington DC geht an Kyle Kirkwood. Indy-Dominator Alex Palou patzt beim «Freedom 250».

Das Wichtigste in Kürze
- Kyle Kirkwood gewinnt das «Freedom 250» auf dem einmaligen Strassenkurs in Washington DC.
- Der US-Amerikaner vertagt damit auch die Titelentscheidung, weil Leader Alex Palou patzt.
- IndyCar-Rookie Mick Schumacher darf sich über sein bestes Strassenkurs-Resultat freuen.
Das mit Spannung erwartete Duell von IndyCar-Dominator Alex Palou und seinem ersten Verfolger Kyle Kirkwood wurde zur einseitigen Angelegenheit: Beim einmaligen Gastspiel auf dem Capitol Hill in Washington DC setzte sich der US-Amerikaner mit einem dominanten Auftritt durch.

Kirkwood hatte Pole-Mann Palou beim Start des «Freedom 250» auf dem Kapitol die Führung abgeluchst. Insgesamt führte der Andretti-Pilot 128 der 147 Runden rund um die National Mall an. McLaren-Pilot Christian Lundgaard sah die Zielflagge mit drei Sekunden Rückstand als Zweiter, Will Power sorgte für ein Andretti-Doppelpodest.
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Für einen Schreckmoment sorgte eine heftige Kollision zwischen David Malukas und Sting Ray Robb nach 36 Runden. Malukas rauschte in die Mauer, Robb traf das Wrack des Penske-Piloten – beide blieben aber unverletzt. In der folgenden Gelb-Phase räumte Palou in der Boxengasse das Reifen-Equipment von Mick Schumacher ab. Dafür kassierte der Spanier eine Durchfahrtsstrafe, die ihn faktisch aus dem Rennen riss.

In der Folge kontrollierte Kirkwood das Rennen, auch weitere Gelb-Phasen bremsten ihn nicht aus. Anders Palou, der sich 25 Runden vor Schluss selbstverschuldet in die Mauer drehte. Beim Restart kurz darauf musste Kirkwood noch eine Attacke von Scott McLaughlin abwehren. Der Neuseeländer setzte seinen Penske-Chevrolet mit der übermotivierten Aktion aber in die Barrieren.
Kirkwood dominant, Titel-Entscheidung vertagt
Der letzte Gelb-Restart 13 Runden vor Schluss bereitete dem Andretti-Piloten dann keine Probleme mehr. Er setzte sich in den Schlussrunden noch auf drei Sekunden von Lundgaard ab. Mit Power auf Platz drei und Marcus Ericsson auf Rang vier lagen alle drei Andretti-Piloten in den Top-Vier.

Ein starkes Resultat durfte sich auch Mick Schumacher auf die Fahnen schreiben: Nach einem verpatzten Qualifying machte der Ex-Formel-1-Pilot im Rennen 13 Positionen gut und landete auf Rang elf. Für den Deutschen, der 2027 wohl zu Meyer Shank Racing wechseln wird, ist es das beste Nicht-Oval-Resultat seiner IndyCar-Rookie-Saison.

Mit dem Kirkwood-Sieg ist die IndyCar-Titelentscheidung zumindest bis zum kommenden Wochenende vertagt: Am Samstag und Sonntag wartet ein Double-Header auf dem Ovalkurs von Milwaukee auf das Starterfeld. Den Saisonabschluss bestreitet die IndyCar-Serie am 6. September auf dem Klassiker-Kurs von Laguna Seca.












