AMD-Aktie unter Druck trotz Rekordzahlen und KI-Boom
Die AMD-Aktie fällt nach starken Quartalszahlen. Anleger reagieren enttäuscht auf den vorsichtigen Ausblick des Chipkonzerns.

Die AMD-Aktie geriet nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen deutlich unter Druck. Laut dem «Manager Magazin» fiel der Kurs im nachbörslichen Handel an der Wall Street um rund neun Prozent.
Dabei präsentierte der US-Chipkonzern starke Ergebnisse für das zweite Quartal 2026. Der Umsatz stieg auf 11,54 Milliarden US-Dollar und erhöhte sich damit um rund 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Auch beim Gewinn übertraf AMD die Erwartungen der Analysten. Wie «finanzen.net» berichtet, erreichte der bereinigte Gewinn je Aktie 1,66 US-Dollar nach 0,54 US-Dollar im Vorjahresquartal.
AMD setzt im KI-Wettbewerb gegen Nvidia auf starkes Wachstum
AMD-Chefin Lisa Su sprach laut dem «Manager Magazin» von einem starken Quartal mit Rekordwerten bei Umsatz und Profitabilität. Besonders die Rechenzentrumssparte entwickelte sich dynamisch.
Der Bereich Rechenzentren wurde erneut zum wichtigsten Wachstumstreiber des Konzerns. Der «Yahoo Finance» zufolge stieg der Umsatz dieses Segments auf 6,7 Milliarden US-Dollar.
AMD verzeichnet im Zuge des Ausbaus der KI-Infrastruktur eine steigende Nachfrage nach seinen Prozessoren. Der Konzern tritt dabei zunehmend als Alternative zum Marktführer Nvidia auf.
AMD und Anthropic planen KI-Offensive trotz verhaltener Prognose
Der KI-Entwickler Anthropic bestellte AMD-Chips mit einem Gesamt-Energiebedarf von zwei Gigawatt. Im Gegenzug beteiligt sich AMD mit bis zu fünf Milliarden US-Dollar an dem Unternehmen.
Auch neue KI-Server sollen das Wachstum weiter unterstützen. AMD konkurriert dabei unter anderem mit Dell, Lenovo und Hewlett Packard Enterprise.
Trotz der positiven Quartalszahlen sorgte der Ausblick für das dritte Quartal für Ernüchterung an der Börse. AMD erwartet einen Umsatz zwischen 12,7 und 13,3 Milliarden US-Dollar.
AMD enttäuscht trotz Wachstum, Anleger blicken auf KI-Zukunft
Nach Angaben von «finanzen.net» entspricht der Mittelwert dieser Prognose einem Wachstum von rund 41 Prozent im Jahresvergleich. Einige Investoren hatten jedoch höhere Erwartungen an die Entwicklung des KI-Geschäfts.
Die AMD-Aktie war vor der Zahlenvorlage bereits stark gestiegen. Der Kurs hatte im Jahr 2026 zuvor um rund 140 Prozent zugelegt.

Analysten achten deshalb besonders auf weitere Signale zur KI-Nachfrage, zu Margen und zur Entwicklung neuer Produkte. Im Fokus stehen dabei auch AMDs neue KI-Serverplattformen.
















