Der chinesische Präsident Xi Jingping appelliert gegen die vom Westen verhängten Sanktionen gegen Russland. Die Brics-Staaten haben ihre Beratungen aufgenommen.
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Der chinesische Präsident Xi Jinping ist der Gastgeber des Brics-Gipfels in Peking. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Beratungen der Brics-Länder haben am Donnerstag per Video-Call begonnen.
  • Chinas Staats-Chef Xi Jinping appellierte gegen die westlichen Sanktionen.

Die Beratungen der Brics-Staaten beginnen mit erneuter Kritik an den westlichen Sanktionen gegen Russland. Chinas Staatschef Xi Jingping appelliert dagegen bei den Beratungen, die am Donnerstag angefangen haben.

Zu den Brics-Staaten gehören auch Brasilien, Russland, Indien, und Südafrika. Sie sollten «Verantwortung übernehmen» und sich für «Gleichheit und Gerechtigkeit» in der Welt einsetzen. Das forderte der chinesische Präsident Xi Jinping in seinen Eröffnungsworten. Einseitigen Sanktionen müsse man sich entgegenstellen.

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Der russische Präsident Wladimir Putin schaltet sich per Video zum Gipfel der Brics-Staaten hinzu. - Keystone

Die fünf sogenannten Brics-Staaten – benannt nach ihren Anfangsbuchstaben – treffen sich seit 2009 einmal pro Jahr. Der diesjährige Gipfel findet wegen der strengen Corona-Massnahmen in China, das formeller Gastgeber ist, jedoch nur per Videoschalte statt. Es wurde erwartet, dass auf der Konferenz neben einer engeren Kooperation auch über den Ukraine-Krieg beraten werden soll.

«Sicherheit auf Kosten anderer»

Bereits am Vorabend hatte Xi Jinping die Politik des Westens und der Nato kritisiert. Staaten würden in Not geraten, «wenn sie blindes Vertrauen in ihre Stärke setzen». Auch wenn sie Militärbündnisse erweitern und ihre eigene Sicherheit auf Kosten anderer suchen würden, sei das gefährlich. Das sagte der chinesische Staatschef.

Die internationale Gemeinschaft müsse sich gemeinsam Hegemonie und Machtpolitik widersetzen. Auch kritisierte Xi Jinping erneut die von den USA und der EU verhängten Sanktionen gegen Russland. Er bezeichnete sie als «Bumerang».

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