In der chinesischen Metropole Nanjing sind neue Corona-Fälle aufgetaucht. Die Behörden reagieren – Ungetestete dürfen die Region nicht mehr verlassen.
Corona
Wer mit Air China von Peking nach Genf fliegt, wird im Flugzeug über das neue Coronavirus informiert und muss bei der Ankunft Kontaktdaten abgeben. (Themenbild) - sda - KEYSTONE/AP

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei Routinetests von Flughafenmitarbeitern im chinesischen Nanjing gab es positive Fälle.
  • Über 400 Flüge wurden in den letzten beiden Tagen gestrichen.

Nach der Entdeckung von neun Corona-Infektionen unter Mitarbeitern des Flughafens von Nanjing sind in der ostchinesischen Stadt heute Mittwoch mehr als 300 Flüge gestrichen worden.

Schon am Vortag waren mehr als 100 Flüge abgesagt worden, wie die Behörden berichteten. In vier Gebieten nahe dem Flughafen gab es Massentests. Wer die acht Millionen Einwohner zählende Metropole verlassen will, muss jetzt einen negativen Coronatest nachweisen.

Die Infektionen waren bei Routinetests festgestellt worden. Die Angestellten kamen in Quarantäne. Weitere Mitarbeiter wurden getestet.

Coronatest-Kontrollen am Flughafen
Beamte an einem Flughafen. (Symbolbild) - dpa

Oft lokale Ausbrüche in China

China hat das Virus weitgehend im Griff und verzeichnet seit mehr als einem Jahr meist nur lokal begrenzte, kleinere Ausbrüche.

Gegenwärtig hat auch die südwestchinesische Provinz Yunnan, die an das schwer von Covid-19 heimgesuchte Myanmar grenzt, mit Infektionen zu kämpfen. Besonders die Präfektur Dehong ist betroffen. 267 Infizierte seien in Krankenhäusern, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Darunter seien 82 lokale Übertragungen. Auch wurden 31 asymptomatische Infektionen gemeldet.

Seit mehr als einem Jahr hat sich das Leben in China, wo im Dezember 2019 weltweit die ersten Infektionen mit der neuen Viruserkrankung entdeckt worden waren, wieder weitgehend normalisiert. Die Behörden verfolgen eine strenge «Null-Covid-Politik»: Bei Ausbrüchen wird sofort mit Massentests, Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverfolgung und Quarantäne reagiert.

Auch gelten scharfe Beschränkungen für Einreisende, die mindestens zwei Wochen in eine Quarantäneeinrichtung müssen. Die grüne Grenze zu Myanmar ist allerdings recht durchlässig, sodass jetzt streckenweise ein hoher Grenzzaun errichtet wurde.

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