Aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus lässt China beim Fackellauf an den Olympischen Winterspielen in Peking keine Zuschauer zu.
Olympische Flamme bei den Spielen in Peking
Olympische Flamme bei den Spielen in Peking - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Lauf von insgesamt 1200 Fackelträgern soll vom 2. bis zum 4. Februar stattfinden.
  • Dieser soll auch zu Touristenattraktionen wie der Chinesischen Mauer führen.

Beim diesjährigen olympischen Fackellauf vor den Winterspielen in Peking ist aus Angst vor einer Ausbreitung des Coronavirus keinerlei Publikum zugelassen. «Sicherheit wird immer Vorrang haben bei diesem Fackellauf», begründete Yang Haibin vom Organisationskomitee der Spiele am Freitag die Entscheidung, den ohnehin schon klein gehaltenen Fackellauf noch weiter einzuschränken.

Der Lauf von insgesamt 1200 Fackelträgern soll vom 2. bis zum 4. Februar zu den drei Austragungsstätten der Olympischen Winterspiele in Peking führen sowie zu Touristenattraktionen wie der Chinesischen Mauer. Wegen der Corona-Pandemie hatte entgegen der Tradition kein Fackellauf in Griechenland, dem Ursprungsland der Spiele, stattgefunden. Die Zeremonie zur Entzündung der Olympischen Flamme in Griechenland im Oktober war von Menschenrechtsaktivisten gestört worden.

Die Winterspiele in Peking beginnen am 4. Februar und dauern bis zum 20. Februar. Im März folgen in der chinesischen Hauptstadt die paralympischen Winterspiele für Behindertensportler.

Teilnehmende von der Aussenwelt abgeschirmt

Es sind die am stärksten eingeschränkten internationalen Sportereignisse seit Beginn der Corona-Pandemie Ende 2019. Alle Teilnehmer dürfen sich ausschliesslich in einem geschützten Bereich aufhalten, der von der Aussenwelt abgeschirmt ist. Aus dem Ausland dürfen keine Zuschauer anreisen. Auch der zunächst geplante Ticketverkauf im Inland wurde Anfang der Woche abgesagt, nachdem in Peking erste inländische Ansteckungen mit der hochansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden waren.

Abgesehen von den Corona-Restriktionen sorgen auch Bedenken wegen der Menschenrechtslage in China für Absagen. So entschieden sich unter anderem die USA, Kanada, die Niederlande und Dänemark für einen diplomatischen Boykott des Sportereignisses. Auch Bundesaussenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und die für Sport zuständige Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) reisen nicht zu den Spielen in Peking, gaben dafür aber keine politischen Gründe an.

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