Eine Herde Elefanten wandert aktuell hunderte Kilometer durch dicht besiedelte Gebiete in China. Sie blockiert Strassen, zertrampelt Felder und stiehlt Ernten.
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Die Herde zieht an einem Feld vorbei. - Twitter/CCTV

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Herde wilder Elefanten wandert derzeit in China aus unbekannten Gründen gegen Norden.
  • Die Tiere legten bereits 500 Kilometer zurück und erreichen jetzt eine Millionenstadt.
  • Ihr Weg führte sie durch dicht besiedeltes Gebiet und versetzt die Bewohner in Aufruhr.

Eine umherwandernde Herde von 15 asiatischen Elefanten sorgt derzeit in China für Aufsehen. Die Behörden in der südchinesischen Stadt Kunming wurden laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua in «Alarmbereitschaft» versetzt, nachdem die Tiere in dieser Woche die Stadtgrenze der Millionenmetropole erreicht hatten.

Auslöser für Wanderung unklar

Die in der Wildnis lebenden Elefanten hatten demnach am 16. April ihr Habitat verlassen und waren seitdem rund 500 Kilometer Richtung Norden durch die Provinz Yunnan gewandert. Mit Futter seien die Tiere teilweise von zu dicht besiedelten Gebieten umgelenkt worden. Auch seien Strassen abgesperrt worden.

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Die Tiere machen auch vor dicht besiedelten Gebieten nicht halt. - Twitter/CCTV

Um die Herde von Menschen und Siedlungen fernzuhalten, wurden laut Xinhua Sicherheitskräfte losgeschickt, um die Tiere zu beobachten. Mehr als 200 Fahrzeuge seien im Einsatz. Auch wurden Drohnen eingesetzt, um die Tiere rund um die Uhr im Auge zu behalten.

Trotzdem sollen die Tiere gemäss Staatsangaben einen Wassertank geleert sowie mehrere Getreide-Lager geplündert haben. Auf ihrer Reise haben sie ausserdem zahlreiche Felder zertrampelt.

Die meisten asiatischen Elefanten leben in China in der Provinz Yunnan. Laut Xinhua stieg ihre Population seit den 1980er Jahren um etwa 100 auf 300 Tiere an.

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