Coronavirus: Will China Zero-Covid-Strategie fünf Jahre durchziehen?

    Julian Blatter
    Julian Blatter

    China,

    China will den Kurs zum Coronavirus über fünf Jahre weiterfahren, so ein Politiker. Seine Aussage aus der «Beijing Daily» ist aber schon wieder verschwunden.

    Coronavirus
    Eine medizinische Mitarbeiterin impft einen Mann gegen das Coronavirus in einem provisorischen Impfzentrum. (Foto: Ren Chao/XinHua/dpa +++ dpa-Bildfunk +++) - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • China verfolgt im Umgang mit dem Coronavirus weiter seine Zero-Covid-Strategie.
    • Dem Parteisekretär Pekings zufolge will man die Politik für fünf Jahre weiterführen.
    • Das Zitat aus der «Beijing Daily» wird mittlerweile als «Redaktionsfehler» abgetan.

    China zieht seine Zero-Covid-Strategie mit eiserner Hand durch – ganze Städte können abgeriegelt werden. Der stadtweite Lockdown in Shanghai hielt Monate an, erst Anfang Juni ging er laut dem deutschen Auswärtigen Amt zu Ende.

    Vereinzelte Massnahmen gegen das Coronavirus gelten aber noch immer. Die wirtschaftlichen Auswirkungen davon waren sowohl im In-, als auch im Ausland zu spüren.

    Die Kommunistische Partei Chinas scheint ihre Strategie im Umgang mit dem Coronavirus aber nicht ändern zu wollen. Im Gegenteil, sie plant die Strategie wohl noch lange fortzuführen. Wie «CNN» berichtet, ist eine Aussage eines Parteifunktionärs im «Beijing Daily» – dem Parteiblatt der Hauptstadt – dazu aufgetaucht.

    Man wolle in Peking «in den nächsten fünf Jahren» entschlossene Massnahmen zur Pandemie-Bekämpfung ergreifen, so Cai Qi, der Parteisekretär Pekings. Man wolle «die Zero-Covid-Politik aufrechterhalten». Damit soll verhindert werden, dass das Coronavirus aus dem Ausland eingeschleppt würde oder das Virus sich wieder ausbreite.

    Parteizeitung macht aus Zitat einen «Redaktionsfehler»

    Chinesen zeigten sich laut «CNN» entrüstet auf Social Media. «Ich muss darüber nachdenken, ob ich auf Dauer in Peking bleiben soll», schrieb ein Nutzer auf Weibo, dem chinesischen Twitter. Ein anderer fragte gleich, was das Leben denn noch für einen Sinn habe, wenn es fünf Jahre so weitergehe.

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    Der Pekinger Parteifunktionär und Kopf des Organisationskomitees der Olympischen Winterspiele in Peking: Cai Qi. - Keystone

    Der Parteiapparat regierte schnell und schwingt seitdem mit der Zensurkeule. Der Hashtag «für die nächsten fünf Jahre» verschwand von Weibo. Das Zitat Qis in der «Beijing Daily»: gelöscht. Bei der betroffenen Zeile habe es sich um einen «Redaktionsfehler» gehandelt, so die Parteizeitung.

    US-Botschafter rechnet früher mit Änderung im Umgang mit Coronavirus

    Wie «CNN» berichtet, stamme das Zitat aus einer Rede Qis und sei in der Zeitung tatsächlich etwas irreführend wiedergegeben worden. Trotzdem habe Qi über die Weiterführung der Zero-Covid-Strategie über die nächsten fünf Jahre gesprochen.

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