NATO

    China kritisiert Nato für Ausweitung ihrer Einflusssphäre

    Keystone-SDA
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    China hat die Nato scharf kritisiert. Nach Warnungen von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg vor einer Gefahr durch China in Bezug auf Taiwan sagte Pekings Aussenamtssprecherin Mao Ning am Mittwoch, die Nato «fabriziert eine chinesische Bedrohung».

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    Jens Stoltenberg, NATO-Generalsekretär, spricht in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa im Hauptquartier der NATO (North Atlantic Treaty Organization). Foto: Thierry Monasse/dpa - sda - Keystone/dpa/Thierry Monasse

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Sprecherin warf dem nordatlantischen Verteidigungsbündnis vor, seine Beziehungen zu asiatisch-pazifischen Ländern zu stärken und seine Einflusssphäre jenseits seiner traditionellen Verteidigungszone ausdehnen zu wollen, obwohl es vorgebe, eine regionale Allianz zu sein.

    Diese Entwicklung erfordere hohe Wachsamkeit.

    Die Sprecherin reagierte auf den Besuch von Stoltenberg Anfang der Woche in Südkorea und Japan. Die asiatisch-pazifische Region sei «nicht das Schlachtfeld für geopolitischen Wettbewerb» und heisse «eine Mentalität des Kalten Krieges und Block-Konfrontation nicht willkommen», sagte Mao Ning weiter.

    Mit seiner Visite in Seoul und Tokio hatte Stoltenberg die sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit den asiatischen Partnerländern voranbringen wollen und dabei ausdrücklich auf eine Bedrohung durch China hingewiesen.

    «China baut seine Streitkräfte, einschliesslich Atomwaffen, erheblich aus, schikaniert seine Nachbarn und bedroht Taiwan», hatte Stoltenberg am Vortag nach einem Treffen mit Japans Ministerpräsident Fumio Kishida in Tokio gesagt.

    Peking beobachte genau den Umgang des Westens mit dem russischen Krieg gegen die Ukraine und lerne «Lehren, die seine zukünftigen Entscheidungen beeinflussen können», sagte er. «Was heute in Europa passiert, könnte morgen in Ostasien passieren.»

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