Die Zahl der Todesopfer nach den verheerenden Erdrutschen im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro ist weiter deutlich gestiegen.
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Erdrutsch in Petrópolis - BRAZILIAN PRESIDENCY/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Präsident Bolsonaro besucht Katastrophenzone in Petrópolis .

Die Behörden gaben die Zahl der Toten am Freitag mit mindestens 136 an, am Tag zuvor hatte sie bei 117 gelegen. Die Suche in der Stadt Petrópolis nach Vermissten in den Trümmern der durch die Erdmassen zerstörten Häuser ging am Freitag weiter.

Am Freitagabend (Ortszeit) heulten in Petrópolis die Sirenen, um auf die Gefahr neuer sintflutartiger Regenfälle hinzuweisen. Derartige massive Regenfälle hatten am Dienstag die Katastrophe ausgelöst. Strassen wurden zu reissenden Flüssen, Häuser und Autos mitgerissen oder vom Schlamm verschüttet.

Staatschef Jair Bolsonaro überflog am Freitag Petrópolis und besuchte die Desasterzone. Die Zerstörungen böten ein «Bild fast wie im Krieg», sagte er. Der rechtsradikale Staatschef war gerade erst von Besuchen bei dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in sein Heimatland zurückgekehrt.

Petrópolis liegt in den Bergen des Bundesstaats Rio de Janeiro. In der Stadt steht die Sommerresidenz des früheren kaiserlichen Hofes von Brasilien.

Im Januar 2011 waren in der Bergregion mehr als 900 Menschen ums Leben gekommen, als heftige Regenfälle Überschwemmungen und Erdrutsche verursachten.

Bereits Anfang dieses Monats hatte es in Brasilien Erdrutsche und Überschwemmungen nach starken Regenfällen gegeben. Dabei wurden im Bundesstaat São Paulo 28 Menschen getötet. In den vergangenen drei Monaten kam es zudem in den Bundesstaaten Bahia im Nordosten und Minas Gerais im Südosten zu heftigen Regenfällen mit dutzenden Todesopfern.

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