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Wegen Beteiligung an «Koffermord» verurteilte US-Bürgerin aus der Haft entlassen

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Indonesien,

Eine US-Bürgerin, die als schwangere Jugendliche wegen Beihilfe zum Mord an ihrer Mutter verurteilt worden war, ist am Freitag nach sechs Jahren vorzeitig aus indonesischer Haft freigekommen.

Heather Mack nach ihrer Haftentlassung auf Bali
Heather Mack nach ihrer Haftentlassung auf Bali - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Zur Tatzeit Schwangere musste in Indonesien sechs von zehn Jahren absitzen.

Die 25-jährige Heather Mack sei wegen guter Führung aus dem Kerobokan-Gefängnis auf der Ferieninsel Bali entlassen worden, teilte die Gefängnisleitung mit. Derartige Strafminderungen sind in Indonesien üblich. Das Gewaltverbrechen gegen Macks Mutter war als «Koffer-Mord» bekannt geworden.

Mit einem durch eine Mund-Nasen-Maske und eine grosse schwarze Sonnenbrille weitgehend verdeckten Gesicht verliess Mack umringt von Kameras und Medienvertretern das Gefängnis. Bevor sie in einem vor dem Gebäude wartenden Kleinbus weg fuhr, sagte sie «Danke Indonesien» in der Landessprache.

Mack war 2015 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden, gegen ihren Freund Tommy Schaefer wurden in dem Prozess 18 Jahre Haft verhängt. Er hatte Macks Mutter, die 62-jährige prominente Chicagoerin Sheila von Wiese Mack, 2014 im Streit mit einer Obstschale erschlagen. Die Tat ereignete sich im Luxushotel St. Regis.

Danach packten Schaefer und die damals schwangere Mack die Leiche in einen Koffer und stiegen damit in ein Taxi um zu fliehen. Kurze Zeit später liessen sie den Koffer jedoch zurück. Mack wurde wegen Beihilfe zum Mord verurteilt. Während der Tat hatte sie sich im Badezimmer versteckt, später half sie ihrem Freund aber dabei, die Leiche ihrer Mutter verschwinden zu lassen.

Nach ihrer Haftentlassung soll Mack in ihre Heimat USA abgeschoben werden. Ob ihre mittlerweile sechs Jahre alte Tochter, die in einem Pflegeheim aufwuchs, ebenfalls in die USA ausgeflogen wird, teilten die Behörden nicht mit. Macks Anwalt hatte der Nachrichtenagentur AFP zuvor gesagt, seine Mandantin wolle nicht, dass ihre Tochter in die USA abgeschoben und dort «von den Medien gejagt» werde.

Mack hatte während der Haft Kontakt zu ihrer Tochter gehalten, während der Corona-Pandemie ging dies aber nur noch via Videolink. Mack habe sich in der Haft sehr verändert, betonte eine Gefängnismitarbeiterin. Sie besuchte demnach in der Haftanstalt ein Verhaltenstraining und ging in die Messe.

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