Erneut Festnahmen in Istanbuler Stadtverwaltung
Die türkischen Behörden haben im Rahmen von Korruptionsermittlungen gegen die von der Opposition geführten Istanbuler Stadtverwaltung fünf weitere Verdächtige festgenommen.

Ihnen werde unter anderem Annahme von Bestechungsgeldern und Geldwäsche vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die Istanbuler Staatsanwaltschaft.
Unter den Festgenommenen sei der ehemalige stellvertretende Bezirksbürgermeister des Stadtteils Besiktas und der Leiter der Personalabteilung der Gemeinde.
Erst am Montag war eine Tochtergesellschaft der Istanbuler Gemeinde in den Fokus geraten. Bei einer Razzia wurden 57 Verdächtige festgenommen, ihnen wird unter anderem vorgeworfen, Ausschreibungen manipuliert zu haben.
Die Festnahmen reihen sich in eine Serie ähnlicher Massnahmen gegen von der grössten Oppositionspartei CHP geführten Stadtverwaltungen. Im März vergangenen Jahres hatte die Festnahme und Absetzung des Istanbuler Bürgermeisters, Ekrem Imamoglu, landesweite Proteste ausgelöst.
Er steht wegen Korruptionsvorwürfen vor Gericht.
Imamoglu gilt als stärkster Rivale des langjährigen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Die CHP Partei sieht hinter dem Verfahren eine politische Motivation und wirft der Regierung vor, eine Präsidentschaftskandidatur Imamoglus im Jahr 2028 verhindern zu wollen. Die Regierung weist das zurück.










