Mit Blick auf den Tigray-Konflikt hat die US-Regierung Sanktionen gegen den Stabschef der Streitkräfte Eritreas, Filipos Woldeyohannes, verhängt.
Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed (links) und Eritreas Präsident Isaias Afwerki beenden einen brutalen Konflikt.
Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed (links) und Eritreas Präsident Isaias Afwerki beenden einen brutalen Konflikt. - dpa

Das teilte das US-Aussenministerium am Montag in Washington mit. Tigray ist eine Region im Norden Äthiopiens, die an Eritrea grenzt. Unter Woldeyohannes' Kommando hätten eritreische Soldaten Zivilisten in dem Konflikt im Nachbarland Äthiopien vergewaltigt, gefoltert und hingerichtet, hiess es zur Begründung. Mit den Strafmassnahmen der USA werden unter anderem mögliche Vermögenswerte des Betroffenen blockiert.

Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed hatte im November in der Region Tigray eine Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) begonnen, die dort bis dahin an der Macht war.

Hintergrund waren jahrelange Spannungen zwischen der TPLF und der Zentralregierung. Die Kämpfe im Norden Äthiopiens verwandelten sich bald in einen komplexen Konflikt, in den auch das Nachbarland Eritrea verwickelt ist.

Eritrea ist repressiv geführt und extrem abgeschottet. Die dortige Regierung wies die Vorwürfe aus Washington gegen die Streitkräfte am Montag umgehend zurück und sprach von einer Schmutzkampagne. Der ostafrikanische Staat hatte bereits in der Vergangenheit Anschuldigungen zu schweren Menschenrechtsverletzungen im Tigray-Konflikt von sich gewiesen.

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