In Mosambiks Nord-Provinz Cabo Delgado wurden drei Menschen enthauptet und 100 weitere entführt. In der Region kommt es immer wieder zu brutalen Angriffen.
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Ein gepanzertes Fahrzeug in Mosambik. (Symbolbild) - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • In Mosambik kam es erneut zu gewalttätigen Übergriffen.
  • Zwei Dörfer wurden von schwerbewaffneten Kämpfern angegriffen.
  • Drei Menschen wurden getötet und mindesten 100 weitere entführt.

Schwerbewaffnete Kämpfer haben in Mosambiks konfliktreicher Nord-Provinz Cabo Delgado drei Menschen enthauptet und mindestens 100 weitere entführt. Das sagte Vicente Chicote, der Polizeikommandant der Provinz, der Nachrichtenagentur DPA am Montag.

Die Terroristen hätten am Wochenende die Dörfer Intutupue und Nipataco angegriffen. Hunderte Dorfbewohner seien laut Chicote in die 50 Kilometer entfernte Provinzhauptstadt Pemba geflohen.

Im Norden Mosambiks - einer Region, in der der französische Energiekonzern Total an einem milliardenschweren Flüssiggasprojekt beteiligt ist - verüben islamistische Rebellen seit 2017 immer wieder brutale Angriffe. Im März 2021 wurde der Hafenort Palma von Extremisten überfallen. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verkündete danach die Einnahme der Stadt. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk zufolge wurden Hunderttausende Menschen vertrieben, zahlreiche andere wurden getötet.

Mehrere Dörfer in Brand gesteckt

Nach einer längeren Ruhephase ist es in vergangenen Wochen wieder zu gewalttätigen Übergriffen in der Krisenregion gekommen. Zuletzt hatten Terroristen Anfang Juni drei Dörfer in Cabo Delgado in Brand gesteckt und tausende Bewohner in die Flucht getrieben. Präsident Nyusi hatte erst im September erklärt, alle von Aufständischen gehaltenen Bezirke in Cabo Delgado seien zurückerobert.

Die Europäische Union hatte im vergangenen Juli einen Militäreinsatz beschlossen, bei dem Soldaten aus EU-Staaten mosambikanische Streitkräfte ausbilden sollen. Die Ausbilder stellt vor allem die frühere Kolonialmacht Portugal.

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