Die EU, die USA und andere Länder wollen den entmachteten Ministerpräsidenten des Sudans treffen. Sie erkennen ihn noch immer als Regierungschef an.
Abdullah Hamduk (im Bild) stand vor seiner gewaltsamen Entmachtung gemeinsam mit dem ranghöchsten Militär im Sudan, General Abdel Fattah al-Burhan, an der Spitze des Staates. Foto: Uncredited/AP/dpa
Abdullah Hamduk (im Bild) stand vor seiner gewaltsamen Entmachtung gemeinsam mit dem ranghöchsten Militär im Sudan, General Abdel Fattah al-Burhan, an der Spitze des Staates. Foto: Uncredited/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Montag kam es im Sudan zu einem Militärputsch.
  • Die EU, USA und andere Länder fordern ein Treffen mit dem entmachteten Präsidenten.
  • Zudem erkennen sie Hamduk weiter als Regierungschef an.

Nach dem Militärputsch im Sudan fordern die Botschafter der EU, der USA und anderer Länder ein Treffen mit dem entmachteten Ministerpräsidenten Abdullah Hamduk. Man habe die Rückkehr Hamduks nach Hause zur Kenntnis genommen, hiess es in einer gemeinsamen Erklärung der EU-Delegation sowie der Botschaften verschiedener Länder, darunter auch der USA.

Man erkenne Hamduk weiterhin als Regierungschef an, hiess es weiter. Man fordere die sofortige Freilassung rechtswidrig festgesetzter Minister und Vertreter der Zivilgesellschaft.

Das Militär hatte am Montag in dem ostafrikanischen Land mit rund 44 Millionen Einwohnern die Macht übernommen. General Abdel Fattah al-Burhan, der bisher gemeinsam mit Hamduk an der Spitze einer Übergangsregierung stand, verkündete die Entmachtung der zivilen Regierungsmitglieder und verhängte einen Ausnahmezustand.

Mehr zum Thema:

Ausnahmezustand Botschafter EU Regierungschef