Hongkong

    Polizei in Hongkong setzt Tränengas gegen Demonstranten ein

    Keystone-SDA
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    Hong Kong,

    Die Polizei in Hongkong hat am Sonntag Tränengas eingesetzt, um eine regierungskritische Kundgebung Tausender Demonstranten im Stadtzentrum aufzulösen.

    Hongkong
    Die Proteste hören nicht auf: Einsatzkräfte beim Umzingeln von Demonstrierenden in Hongkong. - sda - KEYSTONE/AP

    Das Wichtigste in Kürze

    • In Hongkong versammelten sich am Sonntag mehr als 1000 Menschen zum Protest.
    • Die Polizei setzte Tränengas ein und rückte in Schutzkleidung an.

    Die Polizei in Hongkong hat am Sonntag Tränengas eingesetzt, um eine regierungskritische Kundgebung Tausender Demonstranten im Stadtzentrum aufzulösen. Zuvor hatten sich mehr als 1000 Menschen in einem Park versammelt, um demokratische Reformen zu fordern.

    Die Sicherheitskräfte schritten sofort ein, als sich die Kundgebung in einen Demonstrationsmarsch verwandelte. Bereitschaftspolizisten jagten Demonstranten, es gab einige Festnahmen.

    Hong Kong Protests
    Die Polizei hatte lediglich eine stationäre Kundgebung genehmigt. - keystone

    Auch ein Wasserwerfer war zu sehen, der aber nicht zum Einsatz kam. Die Polizei hatte lediglich eine stationäre Kundgebung genehmigt, den ursprünglich beantragten Demonstrationszug dagegen unter Verweis auf frühere gewaltsame Proteste untersagt.

    Neue Taktik der Polizei

    Als die Demonstranten in die umliegenden Strassen strömten, bauten einige von ihnen Barrikaden auf, gruben Pflastersteine aus und zerstörten Ampeln. Sie waren komplett schwarz gekleidet. Es ist die jüngste Kundgebung der seit Juni anhaltenden Proteste, mit denen die Demonstranten einen wachsenden Einfluss Chinas in der früheren britischen Kronkolonie verhindern wollen.

    Hong Kong Protests
    Beamte durchsuchten Passanten in Hongkong. - keystone

    Die Polizei wandte dabei offenbar eine neue Taktik an und rückte bereits vor den Demonstranten in Masse und in Schutzkleidung vor Ort an. Beamte durchsuchten Passanten in der Nähe.

    Hongkong ist seit 1997 eine chinesische Sonderverwaltungszone, in der die Einwohner grössere persönliche Freiheiten geniessen als in der Volksrepublik. Die Demonstranten sehen diese Freiheiten gefährdet. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge stehen 59 Prozent der Hongkonger hinter den Protesten.

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