Neue Studie: Kinder, die mit KI lernen, sind schlechter in Tests
Künstliche Intelligenz ist auch aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Doch: Den Kindern, die mit KI lernen, droht in Prüfungen der Absturz.

Das Wichtigste in Kürze
- KI hält auch in der Schule vermehrt Einzug.
- Eine neue Studie zeigt jedoch: Wer KI oft nutzt, bekommt in Tests schlechtere Noten.
- Anders sieht die Situation bei Hausaufgaben aus. Dort kann die KI bei besseren und schnelleren Ergebnissen helfen.
Sie gehört zum Alltag mittlerweile dazu: die Künstliche Intelligenz (KI).
KI gilt als Effizienzsteigerer und löst bereits mathematische Probleme, mit der die Menschheit nicht fertig geworden ist.
Genutzt wird sie vermehrt auch an Schulen. Doch: Schülerinnen und Schüler, die vermehrt auf KI setzen, können oft nicht davon profitieren.
Hausaufgaben werden in kürzerer Zeit besser gelöst
Das geht aus einer neuen Studie der Universitäten von Stockholm und Hongkong hervor. Diese zeigt: Kinder, die KI nutzen, schneiden in Tests öfter schlecht ab.
Die Daten zur Studie stammen dabei von fast 27’000 Schülerinnen und Schülern aus der 7. bis 12. Klasse in China. Sie wurden dafür für 30 Monate begleitet und in zwei Gruppen aufgeteilt – mit und ohne KI-Nutzung.
Dabei zeigt sich: Wer Künstliche Intelligenz nutzt, um seine Hausaufgaben zu erledigen, profitiert. Die Hausaufgaben die die Schülerinnen und Schüler in China abgegeben haben, sind vollständiger und verfügen über eine bessere Qualität.
Einen weiteren Vorteil bietet die KI auch rund um die Zeitersparnis. Denn: Wer bei den Hausaufgaben einen Chatbot nutzte, senkte die Bearbeitungszeit von durchschnittlich 64 auf 45 Minuten.
KI übernimmt das Denken – Schüler schiffen in Tests ab
Doch genau dort liegt auch ein Problem, denn: Wer das Denken der KI überlässt, lernt weniger. Und spürt die negativen Auswirkungen in der Test-Situation.
Die Noten der KI-nutzenden Schülerinnen und Schüler sanken in den sechs Monaten vom Ausgangswert gesehen um 20 Prozent ab.
Grund dafür: Das nötige Verständnis für die geprüfte Materie fehlte den Kindern, weil die KI beim Hausaufgabenmachen das Denken übernahm.
Besonders ausgeprägt waren diese Effekte bei Buben, jüngeren Schülerinnen und Schülern sowie leistungsstarken Schülern.
Zudem zeigte sich in der Studie: Wer KI mindestens fünf Stunden pro Woche nutzt, ist stärker betroffen als jene, die KI nur für eine Stunde nutzen.



















