Philippinen setzen im umstrittenen Südchinesischen Meer Bojen aus

    DPA
    DPA

    Philippinen,

    Die Philippinen haben angesichts der Spannungen mit China in fünf Gebieten im Südchinesischen Meer grosse Meeresbojen installiert.

    Südchinesischen Meer
    Ein Schiff der chinesischen Küstenwache mit der Bugnummer 5201 fährt am Sonntag, dem 23. April 2023, neben dem Schiff der philippinischen Küstenwache BRP Malabrigo in der Nähe der Zweiten Thomas-Scholle, auch bekannt als Ayungin-Scholle, im Südchinesischen Meer. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Philippinen haben im Südchinesischen Meer grosse Meeresbojen installiert.
    • Damit solle die Souveränität des Landes gewahrt und geschützt werden.
    • Die Installation der Bojen erfolgte angesichts der Spannungen mit China.

    Die Philippinen haben angesichts der Spannungen mit China in umstrittenen Gebieten im Südchinesischen Meer grosse Meeresbojen installiert. Damit solle die Souveränität des Landes gewahrt und geschützt werden, teilte die philippinische Küstenwache am Montag auf Facebook mit. Die Bojen, die mit der philippinischen Flagge und lokalen Namen der Gebiete gekennzeichnet sind, wurden demnach in fünf Gebieten ausgesetzt.

    An einem Riff namens Whitsun sei dabei ein Schiff der chinesischen Küstenwache den philippinischen Schiffen bis auf zwei Seemeilen gefolgt. Das sagte ein Sprecher der Küstenwache.

    Weitere sechs Bojen sollen im Laufe des Jahres folgen

    Der Kommandant der Küstenwache, Admiral Artemio Abu, sagte: «Spannungen und Gebietsstreitigkeiten entstehen, weil die Grenzen auf dem Meer nur imaginäre Linien sind, die auf dem Wasser gezeichnet werden. Diese imaginären Linien verschieben und verändern sich mit jeder Perspektive, jeder Karte und jeder Nation, die ihre eigenen Interessen hat.»

    Mit den Bojen werde jeder gewarnt, dass er philippinisches Hoheitsgebiet betrete, teilte er weiter mit. Insgesamt haben die Philippinen seit 2022 nun zehn Bojen ausgesetzt, weitere sechs sollen noch im Laufe des Jahres folgen.

    Milizschiffe
    Einige der vielen mutmaßlichen chinesischen Milizschiffe liegen am Samstag, dem 22. April 2023, nebeneinander auf dem von den Philippinen beanspruchten Riff namens Pfingsten, das lokal als Julian-Felipe-Riff bekannt ist, im Südchinesischen Meer. (AP Photo/Aaron Favila) - Keystone

    Die Installation der Bojen erfolgte Beobachtern zufolge vor dem Hintergrund des zunehmend aggressiven Vorgehens Chinas in den Gewässern. Im vergangenen Monat wurden mehr als 100 chinesische Schiffe gesichtet. Diese sollen sich über eine Woche lang in der Nähe des Julian Felipe Riffs aufgehalten haben. Dabei blockierten die chinesischen Schiffe die Schiffe der philippinischen Küstenwache, während diese auf Patrouille waren.

    China reklamiert praktisch das gesamte Südchinesische Meer für sich. Allerdings beanspruchen dort auch die Philippinen, Vietnam, Malaysia, Taiwan und Brunei Gebiete. Die USA und Chinas Nachbarn werfen Peking eine zunehmende Militarisierung der Region vor.

    Der internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag wies die Gebietsansprüche 2016 zurück. China ignoriert das Urteil aber.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Philippinen
    Manila
    3 Interaktionen
    Steht leer
    usa
    8 Interaktionen
    17'600 Soldaten

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    308 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Docmorris
    Köln/Heerlen/Steckborn

    MEHR AUS PHILIPPINEN

    3 Interaktionen
    Manila
    asd
    Manila
    asd
    Manila