Paraguay: Corona-Proteste und Anstieg der Infektionen

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Argentinien,

Alarmstufe Rot: Das Virus breitet sich täglich weiter aus, es fehlen Krankenhausbetten und Medikamente. Die Menschen demonstrieren deshalb gegen die Regierung des südamerikanischen Landes.

Demonstranten protestieren gegen den Zustand des öffentlichen Gesundheitssystems in Paraguay. Foto: Jorge Saenz/AP/dpa
Demonstranten protestieren gegen den Zustand des öffentlichen Gesundheitssystems in Paraguay. Foto: Jorge Saenz/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

Das Wichtigste in Kürze

  • Inmitten der Proteste gegen den Umgang der Regierung mit der Corona-Krise hat das paraguayische Gesundheitsministerium Alarmstufe Rot angesichts des anhaltendes Anstiegs der Corona- Infektionen erklärt.

«Die Generaldirektion für Gesundheitsüberwachung ist besorgt, dass der hohe Grad an Ansammlungen und die geringe Einhaltung der Hygienemassnahmen sich negativ auf die Gesundheit auswirken können und das Gesundheitssystem zum Kollaps bringen», heisst es in einer Mitteilung des Gesundheitsministeriums vom Dienstag (Ortszeit).

In dem südamerikanischen Land kam es am Dienstag den fünften Tag in Folge zu Demonstrationen gegen die Regierung. Das Gesundheitswesen steht vor dem Zusammenbruch. Es fehlt an wichtigen Medikamenten für die Behandlung von Covid-19-Patienten, fast alle Betten auf den Intensivstationen der öffentlichen Krankenhäuser sind belegt. Gesundheitsminister Julio Mazzoleni trat aufgrund des öffentlichen Drucks am Freitag zurück. Nach Krawallen am Freitagabend forderte Präsident Mario Abdo Benítez alle Kabinettsminister zum Rücktritt auf, woraufhin das Ministerkarussell sich zu drehen begann.

Bislang haben sich in Paraguay nachweislich 171.985 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Neuinfektionen - für das südamerikanische Land ungewöhnlich - überstieg zuletzt 1000 am Tag. 3.360 Patienten sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 gestorben. Paraguay ist etwa so gross wie Deutschland und die Schweiz zusammen, hat aber nur gut sieben Millionen Einwohner. Gerade im ländlichen Raum ist die Gesundheitsversorgung oft schlecht.

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