Südeuropa brennt: Polizei kämpft um Menschen und Tiere
Flammenhölle in Südeuropa: Historische Brände zwingen Hunderttausende zur Flucht – Polizei und Feuerwehr retten Menschen und Tiere.

Das Wichtigste in Kürze
- In Spanien, Frankreich und Italien wüten derzeit heftige Brände.
- Bei Bordeaux mussten bereits über 100'000 Menschen ihre Häuser verlassen.
- In den betroffenen Regionen suchen Einsatzkräfte nach zurückgebliebenen Menschen und Tieren.
In Südeuropa brennt es derzeit lichterloh. Spanien, Frankreich und Italien kämpfen mit verheerenden Waldbränden, teilweise historischen Ausmasses.
In der südwestfranzösischen Provinz Gironde rund um Bordeaux mussten bereits mindestens 167'000 Menschen wegen der herannahenden Flammen evakuiert werden.
Auch rund um Madrid spitzt sich die Lage zu. Einsatzkräfte suchen dort nach zurückgebliebenen Menschen und Tieren.

Das Ausmass sei historisch, teilte die Lokalregierung von Madrid mit.
Es handle sich um den schlimmsten Brand in der Geschichte der spanischen Hauptstadt.
Trotz des unermüdlichen Einsatzes der Rettungskräfte teilte der Katastrophenschutz am Samstagmorgen mit, dass das Feuer weiterhin nicht unter Kontrolle sei.
⚠️ #IncendioForestal | Incendio activo entre Almorox y Villa del Prado. Nivel 2 activado.
— Guardia Civil (@guardiacivil) July 22, 2026
🛑 Carretera cortada: M-403 (altura cruce Villa del Prado).
🏠 Evacuaciones: Urbanización El Encinar del Alberche.
Por favor, eviten la zona y faciliten el paso a los servicios de… pic.twitter.com/CUbNEpjvSv
Auf Videos ist zu sehen, wie Beamte der spanischen Polizeieinheit «Guardia Civil» Haustüren aufbrechen, um zurückgebliebene Menschen zu retten. Oftmals handelt es sich dabei um ältere Personen.
Die bereits zehntausendfach geflüchteten Menschen werden derzeit in Notunterkünften untergebracht, darunter in Schulen und Turnhallen.

Auch Tiere müssen teilweise aus den betroffenen Gebieten gerettet werden. Ein weiteres Video zeigt Polizisten, die einen Hund in ein Auto tragen, um ihn vor den Flammen zu retten.
🔴 La Guardia Civil salva la vida a varios perros en los incendios https://t.co/pVMvzUhRd7 pic.twitter.com/8CgOZpnJ71
— elDiario.es (@eldiarioes) July 24, 2026
Die französische Präfektur Gironde spricht von einer Fläche von rund 19'000 Hektaren, die seit Mittwoch von den Flammen erfasst wurde. Zum Vergleich: Das entspricht einer Fläche, die grösser ist als jene der Stadt Paris.
Pro Stunde werden gemäss des lokalen Feuerwehrchefs Marc Vermeulen bis zu 1000 Hektaren Wald zerstört. Das entspricht einer Fläche von rund 1400 Fussballfeldern.
Wie auch in Madrid sprechen die Behörden in Frankreich von einem «beispiellosen Ausmass».
Maschinen, Zigaretten und brennende Katzen
Als mögliche Brandursache gilt eine Feinschneidemaschine, die bei Arbeiten an einer Hochspannungsleitung eingesetzt wurde. Zudem wird gegen zwei Männer ermittelt, die beim Rauchen in einem Waldgebiet erwischt wurden.
Auch in Spanien wurde ein Mann festgenommen, der für einen der Grossbrände im Land verantwortlich sein soll. Ihm wird vorgeworfen, eine landwirtschaftliche Maschine in einem Gebiet eingesetzt zu haben, in dem dies streng verboten gewesen sei.
In Italien gibt es gar Hinweise, dass die Mafia Katzen mit in Brennflüssigkeit getränkten Lappen an den Schwänzen losgeschickt hat.












