Oppositionspolitiker in Sambia festgenommen – Hochverrats-Vorwürfe
Die Polizei in Sambia ermittelt gegen den oppositionellen Präsidentschaftskandidaten Brian Mundubile wegen angeblichen Hochverrats. Mundubile war bei der Wahl am 13. August gegen Amtsinhaber Hakainde Hichilema angetreten und hatte mit 38 Prozent der Wählerstimmen ein unerwartet starkes Ergebnis erzielt. Ein Polizeisprecher teilte mit, dass Mundubile und der bekannte Anwalt Makebe Zulu am Donnerstag festgenommen worden seien.

Nach Polizeiangaben wird Mundubile und anderen Oppositionsvertretern vorgeworfen, sie hätten eine Miliz zum Sturz der Regierung bilden wollen. Die Ermittlungen dauerten an, hiess es. Die Auszählung der Stimmen in dem südafrikanischen Land musste damals vorübergehend wegen Gewalt gegen Wahlhelfer unterbrochen werden.
Die Festnahme von Mundubile und seinem designierten Vizepräsidentschaftskandidaten Zulu nach der Präsidentschaftswahl fällt in eine Zeit zunehmender politischer Spannungen und weiterer Festnahmen von Mitgliedern und Unterstützern der Opposition. Nach Bekanntgabe der Wahlergebnisse hatten Mundubile und Zulu Zuflucht bei den Vereinten Nationen gesucht, wo sie sich aufhielten, bevor sie inhaftiert wurden. Ein ehemaliger Minister war einen Tag nach der Wahl bei einer Razzia in Mundubiles Haus getötet worden.
Menschenrechtsgruppen wie Human Rights Watch hatten Präsident Hichilema und seiner Regierung in den vergangenen Jahren zunehmend autoritäres Vorgehen sowie die Einschüchterung von Opposition und Journalisten vorgeworfen.










