Präsident Sambias für zweite Amtszeit bestätigt
Der sambische Präsident Hakainde Hichilema ist für eine zweite Amtszeit wiedergewählt worden. Die Wahlkommission des südafrikanischen Landes teilte mit, dass der 64 Jahre alte Hichilema bei der Wahl am vergangenen Donnerstag 60 Prozent der gültigen Stimmen erhalten habe.

Damit wurde er für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt. Sein Hauptkonkurrent Brian Mundubile erhielt den Angaben zufolge rund 38 Prozent der Stimmen und schnitt damit unerwartet stark ab.
Afrikas zweitgrösster Kupferproduzent hatte am Donnerstag einen Präsidenten und ein Parlament gewählt. Vierzehn Kandidaten hatten sich für das höchste Amt beworben.
Ende vergangener Woche musste die Auszählung der Stimmen wegen Gewalt gegen Wahlhelfer vorübergehend ausgesetzt werden. In einigen Fällen war es zum Diebstahl gekennzeichneter Stimmzettel aus den Wahlurnen gekommen.
Hichilemas Sieg erfolgt inmitten anhaltender wirtschaftlicher Schwierigkeiten und wachsender Unzufriedenheit in der Bevölkerung über die schleppende Umsetzung der Wirtschaftsreformen. Die Regierung Hichilemas hatte zwar Fortschritte bei der Restrukturierung der sambischen Schulden und der Stabilisierung der Wirtschaft erzielt. Für viele Menschen im Land ist von den positiven Auswirkungen dieser Massnahmen im Alltag aber noch nichts zu spüren, stattdessen sind steigende Lebenshaltungskosten für viele ein Problem.
Der Staat nahm über Jahre Kredite für Infrastrukturprojekte und andere Ausgaben auf, vor allem aus China, konnte die daraus entstandene Schuldenlast aber nicht dauerhaft tragen. Das 22-Millionen-Einwohner-Land hat neben Kupfer bedeutende Vorkommen an Kobalt, Silber, Uran, Zink und Gold. Während China bereits stark in Sambias Bergbau investiert ist, zeigen auch die USA Interesse an den kritischen Rohstoffen des Landes.
Hichilema will Einnahmen aus dem Bergbausektor in seiner zweiten Amtszeit unter anderem zur Senkung der hohen Lebenshaltungskosten, der Arbeitslosigkeit und der Inflation einsetzen. Auch Investitionen in den Bereichen Elektrizität, Bildung, Gesundheit und Sozialwesen sind angekündigt.










