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    Kupferproduzent Sambia wählt Präsidenten und Parlament

    Keystone-SDA
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    Afrikas zweitgrösster Kupferproduzent Sambia wählt einen Präsidenten und ein Parlament. Beobachter rechnen mit einem engen Rennen zwischen dem amtierenden Staatschef Hakainde Hichilema und dem Führer des Oppositionsbündnisses Tonse Alliance (TA), Brian Mundubile. Den weiteren zwölf Kandidaten, die sich um eine fünfjährige Amtszeit bewerben, werden kaum Chancen zugesprochen.

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    Afrikas zweitgrösster Kupferproduzent Sambia wählt einen Präsidenten und ein Parlament. - keystone

    Sambias strauchelnde Wirtschaft ist das vorherrschende Wahlkampfthema in dem 22-Millionen-Einwohner-Land im südlichen Afrika, das neben Kupfer auch bedeutende Vorkommen an Kobalt, Silber, Uran, Zink und Gold hat. Sambier fordern von der Regierung Massnahmen zur Senkung der hohen Lebenshaltungskosten, der Arbeitslosigkeit und der Inflation. Wähler verlangen zudem verbesserte Stromversorgung sowie Investitionen in Bildung, Gesundheit und Sozialwesen.

    Sambia ist trotz seines Rohstoffreichtums hoch verschuldet: Der Staat nahm über Jahre Kredite für Infrastrukturprojekte und andere Ausgaben auf, vor allem aus China, konnte die daraus entstandene Schuldenlast aber nicht dauerhaft tragen. Die starke Abhängigkeit vom Kupfer macht die Wirtschaft zudem anfällig für schwankende Weltmarktpreise, Produktionsengpässe und Stromausfälle.

    Hichilemas Wahlkampagne fokussiert auf die Konsolidierung von Reformen, die er während seiner ersten fünfjährigen Amtszeit eingeleitet hat. Der 64-Jährige propagiert, seine Partei UPND habe über 90 Prozent der Staatsschulden umstrukturiert, Inflation stark gesenkt und den Wechselkurs stabilisiert. Eingesparte Gelder seien in Infrastruktur sowie in Gesundheit, Bildung und Sozialwesen geflossen.

    Politischer Gegner Mundubile, ein Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer, konzentriert sich in seinen Botschaften hingegen auf die Grundbedürfnisse der verarmten Bevölkerungsmehrheit. Er verspricht eine Senkung der Lebenshaltungskosten und Benzinpreise, die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Förderung lokaler Unternehmer. Aufgrund interner Machtkämpfe ist das von Mundubile (55) geführte Oppositionsbündnis jedoch geschwächt.

    Um die Wahl zu gewinnen, muss ein Präsidentschaftskandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen gewinnen. Sonst kommt es zur Stichwahl. Die knapp 8,8 Millionen registrierten Wähler stimmen zudem über die 226 Sitze der Nationalversammlung ab, deren Mehrheit aktuell von der regierenden UPND gehalten wird.

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