Gewalt

    Wahl in Sambia: Auszählung aufgrund von Gewalt ausgesetzt

    Keystone-SDA
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    Sambia,

    Sambias Wahlkommission hat aufgrund von Gewalt gegen ihre Mitarbeiter die Auszählung und Bekanntgabe der Ergebnisse der Präsidenten- und Parlamentswahl ausgesetzt.

    Ein Mann gibt während der Präsidentschaftswahlen seinen Stimmzettel ab. Foto: Anita Reed/AP/dpa
    Ein Mann gibt während der Präsidentschaftswahlen seinen Stimmzettel ab. Foto: Anita Reed/AP/dpa - Keystone/AP/Anita Reed

    «Die Gewalt richtet sich gegen das Personal in den Wahllokalen und hat in einigen Fällen zum Diebstahl gekennzeichneter Stimmzettel aus den Wahlurnen geführt», teilte die Kommission mit. Die Aussetzung werde innerhalb von 24 Stunden überprüft und die Sicherheitslage evaluiert, hiess es.

    Afrikas zweitgrösster Kupferproduzent hatte am Donnerstag einen Präsidenten und ein Parlament gewählt. Vierzehn Kandidaten bewarben sich für das höchste Amt, doch Beobachter rechnen mit einem engen Rennen zwischen dem amtierenden Staatschef Hakainde Hichilema und dem Führer des Oppositionsbündnisses Tonse Alliance (TA), Brian Mundubile.

    Wirtschaftskrise dominiert Wahlkampf

    Sambias strauchelnde Wirtschaft war das vorherrschende Wahlkampfthema in dem 22-Millionen-Einwohner-Land im südlichen Afrika, das neben Kupfer auch bedeutende Vorkommen an Kobalt, Silber, Uran, Zink und Gold hat. Das Land ist trotz seines Rohstoffreichtums hoch verschuldet.

    Viele Sambier fordern von der Regierung Massnahmen zur Senkung der hohen Lebenshaltungskosten, der Arbeitslosigkeit und der Inflation. Zudem verlangen sie eine bessere Stromversorgung sowie Investitionen in Bildung, Gesundheit und Sozialwesen.

    Um die Wahl im ersten Durchgang zu gewinnen, muss ein Präsidentschaftskandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen gewinnen. Sonst kommt es zur Stichwahl. Die knapp 8,8 Millionen registrierten Wähler stimmten zudem über die 226 Sitze der Nationalversammlung ab, deren Mehrheit aktuell von der regierenden UPND gehalten wird.

    Kommentare

    User #3074 (nicht angemeldet)

    Es ist schlichtweg ihr Problem

    User #5030 (nicht angemeldet)

    Solche Vorfälle ereignen sich im südlichen Afrika leider immer wieder.

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