Die Nachbarländer von Mosambik wollen den Terror im Land bekämpfen. Dafür soll unter anderem in die Bildung investiert werden.
Frauen warten auf Hilfslieferungen aus Südafrika
Frauen warten auf Hilfslieferungen aus Südafrika - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Länder im Süden Afrikas wollen den Terror in Mosambik auch mit Investitionen bekämpfen.
  • In der betroffenen Region wurden über 500'000 Menschen vertrieben.

Die Staatengemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) will die zunehmenden Terrorattacken in Mosambiks Nordprovinz Cabo Delgado mit mehr Investitionen kontern. Diese sollen in die Bildung und Wirtschaft fliessen. Zusätzlich soll auch die militärische Abwehr verstärkt werden.

Zum Abschluss eines regionalen Krisengipfels mit sechs Staats- und Regierungschefs in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo erklärte Präsident Filipe Nyusi am Donnerstag: «Die SADC hat ihre Verpflichtung und ihre Rolle als regionaler Leader bei der Bekämpfung des Terrorismus in Mosambik bekräftigt.» Konkretere Angaben dazu gab es nicht. Im Norden Mosambiks war Mitte März der Ort Palma von Extremisten überfallen worden.

IS: Kämpfer hätten die Stadt übernommen

In der Region ist der französische Energiekonzern Total an einem 17 Milliarden Euro teuren Flüssiggasprojekt beteiligt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte per Bekennerschreiben betont, IS-Kämpfer hätten die Kontrolle über die Stadt übernommen. Während der tagelangen Kämpfe waren Forderungen nach militärischen Interventionen der SADC-Staatengemeinschaft und Warnungen vor einem Übergreifen des Terrors auf die Nachbarländer laut geworden.

In der Provinz Cabo Delgado verüben islamistische Rebellen seit 2017 brutale Angriffe. Dem UN-Flüchtlingshilfswerk zufolge wurden mehr als 530'000 Menschen vertrieben. Die Rebellion hat Experten zufolge ihre Wurzeln in den Missständen und Klagen der Bewohner der Region, die sehr arm ist und jahrelang von der Regierung vernachlässigt wurde.

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