Mord-Klage: Briten-Influencerin (23) droht Tod in Dubai-Knast
Eine englische Influencerin schmort wegen Mord an ihrem Freund im Dubai-Knast. Ein Anwalt darf nicht zu ihr, der 23-Jährigen droht der Tod.

Das Wichtigste in Kürze
- Eine britische Influencerin sitzt in Dubai wegen Mordverdacht hinter Gittern.
- Sie selbst spricht von Notwehr.
- Der 23-Jährigen droht das Erschiessungskommando.
Weil sie unter Verdacht steht, ihren Freund umgebracht zu haben, schmort eine britische Influencerin aktuell in Dubai im Knast.
Sie wurde Anfang der Woche festgenommen und von der Polizei verhört. Einen Anwalt und einen Dolmetscher konnte sie jedoch bis jetzt nicht konsultieren.
Besonders brisant: Der Britin droht die Todesstrafe. Ein Erschiessungskommando soll sie hinrichten.
Notwehr oder Mord?
Derweil betont die ursprünglich aus Kent stammende Influencerin, sie habe in Notwehr gehandelt. Ihr Freund habe sie angegriffen, ehe er zu Tode gekommen sei.

Die Menschenrechtsorganisation «Detained in Dubai», die die 23-Jährige unterstützt, zeigt sich derweil besorgt. Die Lage der britischen Influencerin sei ernst, betont die Geschäftsführerin gegenüber der «Sun».
«Da ich weiss, dass Brooke die Todesstrafe steht, kann ich gar nicht genug betonen, wie sehr ich besorgt bin.» Denn: «Jeder Tag, Der verstreicht, verschlechtert ihre Lage noch weiter.»
«Das System erkennt die Realitäten von Nötigung und häuslicher Gewalt oft nicht an»
Für Frauen, die von häuslichem Missbrauch betroffen seien, sei das Rechtssystem der Vereinigten Arabischen Emirate verheerend. «Das System erkennt die Realitäten von Nötigung und häuslicher Gewalt oft nicht an.»

Der Schaden sei für die Influencerin möglicherweise auch nach einem Freispruch angerichtet, meint die Geschäftsführerin von «Detained in Dubai». Denn: «Das Gerichtsverfahren selbst kann Monate oder sogar Jahre dauern.»
Dieser Prozess sei an sich schon traumatisch. Und: «Selbst diejenigen, die schliesslich freigelassen werden, leiden oft unter bleibenden psychischen Traumata.»
«Zutiefst demütigender und quälender» Moment
Traumatische Erlebnisse soll in ihrer kurzen Zeit im Gefängnis auch die britische Influencerin gemacht haben, wie die «Sun» schreibt. Ihre Familie berichtet, sie habe erzählt, dass sie sich vor männlichen Wärtern nackt habe ausziehen müssen.
Es sei ein «zutiefst demütigender und quälender» Moment gewesen, habe die Influencerin ihrer Familie berichtet. Eine weibliche Aufseherin sei nicht bei ihr gewesen.
Derweil ist noch unklar, ob überhaupt Anklage gegen die Briten-Influencerin erhoben wird. Deshalb sei ein Zugang zu einem Anwalt und angemessener psychologischer Unterstützung aktuell so wichtig.
















