Machado: Neuwahlen in Venezuela binnen zehn Monaten möglich

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Bern,

Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hält demokratische Neuwahlen in Venezuela binnen neun bis zehn Monaten für möglich.

Machado
Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado kann sich vorstellen, dass Venezuela binnen zehn Monaten Neuwahlen abhält. - keystone

«Wir glauben, dass ein echter transparenter Prozess mit manueller Stimmabgabe (...) über den gesamten Ablauf hinweg in neun bis zehn Monaten umgesetzt werden könnte», sagte die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado dem US-Medium «Politico». «Aber das hängt davon ab, wann man beginnt.»

Mit US-Präsident Donald Trump habe sie bislang nicht über einen konkreten Zeitplan für den Beginn eines solchen Prozesses gesprochen. Die beiden hatten sich im Weissen Haus getroffen, nachdem Venezuelas autoritärer Machthaber Nicolás Maduro im Januar vom US-Militär festgenommen worden war.

Trump hatte jedoch in der Vergangenheit angedeutet, die Vereinigten Staaten könnten Venezuela noch über Jahre hinweg beaufsichtigen, insbesondere mit Blick auf den Ausbau der Öl-Infrastruktur. Der «New York Times» sagte er im vergangenen Monat, «nur die Zeit wird zeigen», wie lange die USA ihre Aufsicht über Venezuela ausüben werden.

Seit Maduros Festnahme wird das südamerikanische Land von der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez regiert, die zuvor Maduros Vizepräsidentin war. Wie es politisch in Venezuela weitergeht, ist völlig offen.

Machado mit einem Sinneswechsel

Machado hatte nach der von Betrugsvorwürfen überschatteten Wiederwahl Maduros im Jahr 2024 bislang keine Neuwahlen gefordert, sondern auf einen Machtwechsel auf Basis des damaligen Ergebnisses gedrängt. Nach Auffassung der Opposition und internationaler Beobachter hatte der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia die Wahl gewonnen.

Machado begründete ihre Einschätzung zu möglichen Neuwahlen nun mit den politischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen im Land. Sie verwies auf eine «starke demokratische Kultur» und die Unterstützung der Streitkräfte für einen Übergang zur Demokratie. Zudem führte sie die jüngsten Wahlen in Venezuela an. «Wenn wir das unter so extremen Bedingungen geschafft haben, stellen Sie sich vor, was jetzt möglich ist, wenn wir die Unterstützung der US-Regierung haben und die Menschen das Gefühl haben, dass wir nicht allein sind».

Kommentare

User #5607 (nicht angemeldet)

Der Machado kann man nicht trauen.

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