Friedensnobelpreisträgerin Machado will Venezuelas Präsidentin werden
Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado will Präsidentin des südamerikanischen Landes werden.

Nach der Ergreifung des autoritären Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitesoldaten vor knapp zwei Wochen hatte Machado zunächst die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger gefordert.
Der 76-jährige Ex-Diplomat hatte nach Auffassung der Opposition und internationalen Beobachtern die Präsidentenwahl 2024 eigentlich gewonnen.
Trotz der Betrugsvorwürfe liess sich Maduro für eine dritte Amtszeit vereidigen und González ging nach Spanien ins Exil.
Treibende Kraft hinter seiner Kampagne war schon damals die wesentlich populärere Machado, die allerdings wegen angeblicher Unregelmässigkeiten nicht nur Wahl antreten durfte.
US-Präsident Donald Trump scheint in Venezuela derweil auf Kontinuität zu setzten und bezeichnete die neue geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez – eine enge Vertraute von Maduro – als grossartige Person.
Machado fehle die Unterstützung und der Respekt in Venezuela, um das Land zu führen, sagte er kurz nach dem US-Angriff auf Caracas.
Am Freitag besuchte Machado Trump im Weissen Haus und überreichte ihm ihre Nobelpreismedaille mit einer Widmung, die den Einsatz des US-Präsidenten für die Freiheit Venezuelas würdigte.
Zeitgleich bekräftigte die US-Regierung, dass sie bei ihrer Einschätzung zum mangelnden Rückhalt von Machado in Venezuela bleibe.
"Ich will meinem Land dienen, wo ich am nützlichsten bin", sagte die 58-Jährige in einem Interview des US-Fernsehsenders Fox News. "Ich glaube, ich werde zur Präsidentin von Venezuela gewählt, wenn die Zeit reif ist."










