Nobelpreisträgerin kritisiert «kriminelle» Führung in Venezuela

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USA,

Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat nach einem Treffen mit US-Aussenminister Marco Rubio die von den USA gestützte neue Führung in Venezuela scharf kritisiert. Die geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez, mit der die Regierung in Washington zusammenarbeitet, sei nicht vertrauenswürdig, sagte Machado vor Journalisten in Washington. «Jeder weiss, worum es bei diesem Regime geht. Wir sprechen hier von Kriminellen.»

ARCHIV - Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado spricht in der Heritage Foundation, einer einflussreichen konservativen Denkfabrik, einen Tag nach einem Treffen mi...
ARCHIV - Die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado spricht in der Heritage Foundation, einer einflussreichen konservativen Denkfabrik, einen Tag nach einem Treffen mi... - Keystone/AP/J. Scott Applewhite

Auf die Frage eines Journalisten, ob sie bereit wäre, mit Rodríguez in einer Übergangsregierung die Macht zu teilen, antwortete Machado: «Wir arbeiten daran, einen echten Übergang zu ermöglichen. Dies ist kein Übergang nach russischem Vorbild, bei dem die Mafia an der Macht bleibt und letztendlich die Bürger darunter leiden». Sie werde sich weiter für echten Wandel einsetzen – und nicht dafür, dass ein Teil des herrschenden Apparats an der Macht bleibt.

Rodríguez gelangte infolge der militärischen Intervention der USA in Venezuela an die Staatsspitze. Zuvor war sie Stellvertreterin des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro gewesen, der am 3. Januar bei einem US-Militäreinsatz in der Hauptstadt Caracas gefangengenommen und anschliessend nach New York gebracht wurde. Dort soll ihm wegen angeblicher Verwicklung in Drogendelikte der Prozess gemacht werden.

Seit dem Machtwechsel befindet sich das südamerikanische Land in einer Phase politischer Umbrüche. Rodríguez ist allem Anschein nach diejenige innerhalb der venezolanischen Regierung, mit der die US-Regierung direkt verhandelt – vor allem über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des südamerikanischen Landes.

Kommentare

User #3661 (nicht angemeldet)

Der Nobelpreis ist auch nicht mehr das was er mal wahr und heute massiv überbewertet.

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