In der Sowjetunion war eine militärische Ausbildung in Schulen verpflichtend. Nun soll eine ähnliche Ausbildung wieder eingeführt worden sein.
Russische Rekruten während einer militärischen Ausbildung auf einem Schiessplatz in der von Russland unterstützten und von Separatisten kontrollierten Volksrepublik Donezk.
Russische Rekruten während einer militärischen Ausbildung auf einem Schiessplatz in der von Russland unterstützten und von Separatisten kontrollierten Volksrepublik Donezk. - Alexei Alexandrov/AP/dpa
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Das Wichtigste in Kürze

  • In Russlands Schulen wurde eine militärische Ausbildung wieder eingeführt.
  • London sieht dies als Parallele zum Unterricht in Sowjetzeiten.
  • Es spiegle ausserdem eine zunehmend militarisierte Atmosphäre Russlands wider.

London sieht in der Einführung von militärischer Ausbildung in russischen Schulen eine Parallele zum Unterricht in Sowjetzeiten. Die Einführung eines Basistrainings für russische Schüler sei eine mutmasslich absichtliche Anspielung auf die Sowjetunion, in der bis 1993 eine ähnliche Ausbildung in den Schulen verpflichtend war, hiess es am Sonntag im täglichen Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums. Ausserdem spiegele es die zunehmend militarisierte Atmosphäre Russlands in Kriegszeiten wider.

Ab September dieses Jahres solle nach Angaben des russischen Bildungsministeriums ein Basistraining beginnen, in dem unter anderem der Umgang mit Sturmgewehren und Handgranaten sowie militärischer Drill gelehrt werde. Auch an Universitäten solle eine ähnliche Ausbildung stattfinden.

Wladimir Putin
Wladimir Putin. (Archivbild) - keystone

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unter Berufung auf Geheimdienstinformationen täglich Informationen zum Kriegsverlauf. Damit will die britische Regierung sowohl der russischen Darstellung entgegentreten als auch Verbündete bei der Stange halten. Moskau wirft London eine Desinformationskampagne vor.

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