Bei der Parlamentswahl in Australien zeichnet sich ein extrem enges Ergebnis ab. Auch Stunden nach Schliessung der Wahllokale war unklar, welche Partei künftig den Premierminister stellt. Experten im australischen Sender ABC erklärten, es werde möglicherweise zu einem «hung parliament» kommen (Parlament in der Schwebe), bei dem keine Partei eine absolute Mehrheit erreicht. Meist kommt es dann nach Verhandlungen zu einer Minderheitsregierung einer Partei, die im Repräsentantenhaus auf die Stimmen anderer Parteien angewiesen ist.
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Labor Party leader Anthony Albanese holds his dog, Toto, after he and his partner Jodie Haydon, left, voted in Sydney, Australia, Saturday, May 21, 2022. Australians go to the polls following a six-week election campaign that has focused on pandemic-fueled inflation, climate change and fears of a Chinese military outpost being established less than 1,200 miles off Australia's shore. (AP Photo/Rick Rycroft).Anthony Albanese - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Rennen entscheidet sich zwischen der sozialdemokratischen Labor-Partei unter dem bisherigen Oppositionsführer Anthony Albanese und der rechtskonservativen Koalition unter Premierminister Scott Morrison.

Den vorläufigen Ergebnissen zufolge liegt Labor vorne - es wird aber möglicherweise nicht zu einer Mehrheit reichen. Das mögliche Patt ergibt sich hauptsächlich aus dem guten Abschneiden vieler unabhängiger Kandidaten und der australischen Grünen (The Greens).

Rund 17 Millionen Wahlberechtigte waren dazu aufgerufen, über alle 151 Sitze im Unterhaus und die Hälfte der 78 Sitze im Senat zu entscheiden. Es herrscht Wahlpflicht. Berichten zufolge hat etwa die Hälfte der Australier schon im Vorfeld entweder per Briefwahl oder per frühzeitiger Stimmabgabe gewählt. Die 2,7 Millionen Briefwahl-Stimmen wurden am Samstag noch nicht ausgezählt.

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