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Kolumbianisches Verbrechersyndikat bricht Dialog mit Regierung ab

Keystone-SDA
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Kolumbien,

Nach dem Treffen von Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro mit US-Präsident Donald Trump hat das kolumbianische Verbrechersyndikat Clan del Golfo (Golf-Clan) die Friedensgespräche mit der Regierung in Bogotá vorerst abgebrochen. Dies sei eine Reaktion darauf, dass Petro im Gespräch mit Trump zugesagt habe, den Anführer der Gruppe innerhalb von zwei Monaten zur Strecke zu bringen, teilte der Golf-Clan mit.

Kolumbien
Der Clan del Golfo hat den Dialog mit der kolumbianischen Regierung abgebrochen. - keystone

Zuletzt hatten die kriminelle Organisation und die kolumbianische Regierung Friedensgespräche in Katar geführt. Diese sollten eigentlich Anfang März in Kolumbien fortgesetzt werden.

Der Clan del Golfo ist das mächtigste Verbrechersyndikat Kolumbiens. Das Kartell rekrutiert seine Mitglieder vor allem aus den Reihen ehemaliger rechter Paramilitärs und ist neben Drogenhandel in illegalen Bergbau sowie Schutzgelderpressung verwickelt und für zahlreiche Morde und Vertreibungen verantwortlich.

Am Dienstag trafen sich Petro und Trump im Weissen Haus. Der US-Präsident hatte seinem kolumbianischen Kollegen zuvor vorgeworfen, nicht entschlossen genug gegen den Drogenhandel vorzugehen. Nach Angaben des kolumbianischen Verteidigungsministers Pedro Sánchez verständigten sich die Staatschefs bei dem Gespräch in Washington darauf, die Jagd auf die Anführer der wichtigsten kriminellen Organisationen in Kolumbien zu verschärfen, darunter auch auf den Kopf des Golf-Clans.

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