Interpol fasst mutmasslichen Schweizer Drogenboss in Kolumbien
Ermittler nahmen den Gesuchten in Santa Marta fest. Spanien wirft dem Schweizer vor, Labore betrieben und Drogen nach Europa geliefert zu haben.

Das Wichtigste in Kürze
- In Kolumbien wurde ein von Interpol gesuchter Schweizer festgenommen.
- Spanien ermittelt gegen ihn wegen Drogenhandels und Bandenmitgliedschaft.
- Er soll ein führendes Mitglied eines internationalen Drogenkartells gewesen sein.
Im kolumbianischen Santa Marta wurde ein Schweizer festgenommen, der von Spanien per Interpol gesucht wurde. Die spanischen Behörden ermitteln gegen Vik G.* wegen Drogenhandels und Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation. Dies berichtet die spanische Zeitung «El Tiempo».
Laut Ermittlungsbehörden soll G. führendes Mitglied eines internationalen Drogenkartells gewesen sein. Er sei für Logistik, Infrastruktur und den Betrieb illegaler Labore zuständig gewesen, in denen Kokain und Cannabis verarbeitet wurden.
Die Labore sollen sich in Albalat de Taronchers in der Provinz Valencia befunden haben. Von dort aus seien Drogenlieferungen nach Europa organisiert worden, vor allem nach Spanien.
Nach sechsmonatigen Ermittlungen griffen die Ermittler zu
Die Ermittler gehen davon aus, dass G. mehrere Identitäten benutzte. Er soll griechische, spanische und belgische Dokumente verwendet haben. In Kolumbien habe er sich mit illegal beschafften Papieren als Albaner ausgegeben, um Kontrollen zu umgehen.
Die Festnahme erfolgte, nachdem Interpol die Anwesenheit des Gesuchten in Kolumbien bestätigt hatte. Danach liefen rund sechs Monate verdeckte Ermittlungen, die schliesslich zur Festnahme in Santa Marta führten.



















