KI Modell von Alibaba fordert OpenAI heraus
Alibaba hat ein neues KI Modell vorgestellt. Qwen3.8-Max soll mit führenden Systemen aus den USA konkurrieren.

Alibaba hat mit Qwen3.8-Max nach eigenen Angaben sein bislang leistungsfähigstes Modell für künstliche Intelligenz präsentiert. Es soll Programmieraufgaben, umfangreiche Recherchen und komplexe Arbeitsabläufe weitgehend selbstständig bewältigen.
Das Modell verfügt über 2,4 Billionen Parameter und erreichte in mehreren Vergleichstests starke Ergebnisse. Bei Textaufgaben zählt Qwen3.8-Max bereits zu den leistungsstärksten chinesischen KI Modellen.
Alibaba sieht sein neues System auf Augenhöhe mit Spitzenmodellen von OpenAI und Anthropic. Wie die «Zeit» berichtet, schnitt Qwen3.8-Max in mehreren Tests zudem besser ab als das chinesische Modell Kimi K3.
KI setzt auf effizientere Technik
Alibaba verwendet für Qwen3.8-Max einen sogenannten Mixture-of-Experts-Ansatz mit spezialisierten Teilmodellen. Dadurch werden pro Anfrage nur jene Bereiche aktiviert, die tatsächlich für die jeweilige Aufgabe benötigt werden.
Nach Unternehmensangaben verarbeitet das System deshalb Anfragen schneller und mit geringerem Rechenaufwand. Ein Softwareentwicklungsprojekt soll das Modell eigenständig innerhalb von 16 Tagen abgeschlossen haben.
Die Architektur soll Antwortzeiten verkürzen und gleichzeitig den Energiebedarf reduzieren. Wie das «manager magazin» berichtet, werden pro Anfrage lediglich rund 95 Milliarden Parameter genutzt.
Open-Source-Strategie gewinnt an Bedeutung
Alibaba will die Modellgewichte in der kommenden Woche zum freien Download bereitstellen. Entwickler können das System dadurch lokal betreiben und an eigene Anwendungen anpassen.

Der Konzern verfolgt damit eine Open-Source-Strategie, während viele US-Anbieter auf geschlossene Modelle setzen. Trotz amerikanischer Exportbeschränkungen holen chinesische KI-Unternehmen bei leistungsfähigen Modellen zunehmend auf.
Alibaba zählt bereits mehr als 300 veröffentlichte Open-Source-Modelle und Millionen Downloads weltweit. Wie das «Handelsblatt» berichtet, nimmt der Konzern damit eine zentrale Rolle im chinesischen KI Ökosystem ein.















