UBS schliesst Fondsplattform in China
Die UBS beendet Ende September den Fondsvertrieb über WE.UBS in China. Die Plattform konnte sich im umkämpften Markt nicht durchsetzen.

Die UBS schliesst ihre Fonds-Vertriebsplattform in China noch im laufenden Monat. Betroffen ist die in Shenzhen ansässige Gesellschaft hinter der Digitalplattform WE.UBS.
Wie die «Finanz und Wirtschaft» berichtet, bestätigte die Grossbank die Schliessung gegenüber Reuters. Die Plattform war 2022 gestartet und richtete sich an wohlhabende chinesische Anleger.
Die Entscheidung fällt in einen stark umkämpften chinesischen Fondsmarkt. Laut der «Börse Express» sieht sich die UBS dort einer starken Konkurrenz durch einheimische Anbieter gegenüber.
UBS scheitert mit Fondsplattform am Wettbewerb in China
WE.UBS hatte seit ihrem Start Schwierigkeiten, genügend Anleger zu gewinnen. Die Plattform schaffte es zudem nie unter die 100 grössten Fondsplattformen Chinas.
Der chinesische Fondsmarkt umfasst zahlreiche Wettbewerber. Die «Finanz und Wirtschaft» berichtet von rund 400 Konkurrenten und hohen Kosten für die Kundengewinnung.
Zu den führenden Anbietern zählt die mit Alibaba verbundene Finanztechnologiefirma Ant. Sie ist demnach der grösste Akteur im lokalen Markt für Fondsprodukte.
UBS integriert die Plattform
Die UBS beendet ihre Aktivitäten in diesem Bereich nicht vollständig. Wie die «Finanz und Wirtschaft» berichtet, soll WE.UBS umbenannt und in die chinesische Wertpapiereinheit der Grossbank integriert werden.
Die weiteren Vermögensverwaltungsplattformen der UBS in China sollen unverändert weitergeführt werden. Auch andere Einheiten der Bank verfügen laut der «Finanz und Wirtschaft» über entsprechende Lizenzen.

Die Schliessung ist Teil der Anpassungen der UBS in ihrem Asiengeschäft. Die «Börse Express» ordnet den Schritt als Konsolidierung zur Sicherung der Profitabilität im asiatischen Asset-Management ein.
















