KI-Blase geplatzt – oder Überreaktion der Märkte?
Speicherchip-Aktien verlieren bis zur Hälfte ihres Werts. Experten streiten, ob die KI-Blase geplatzt ist oder eine Bereinigung vorliegt.

KI-Aktien wie SanDisk, SK Hynix und Samsung Electronics haben seit Ende Juni bis zu 58 Prozent an Börsenwert verloren.
Wie die «Finanzmarktwelt» berichtet, hat sich die Verkaufswelle zuletzt nochmals beschleunigt.
UBS-Strategen haben festgestellt, dass die Rotation zwischen KI-Gewinnern und KI-Verlierern in den USA ein Rekordniveau erreicht hat. Das spricht eher für eine Umschichtung innerhalb des Markts als für das Platzen einer KI-Blase.
Experten zweifeln an Renditen der KI-Blase
Strategieanalyst Joachim Klement von Panmure Liberum stuft den KI-Investitionsboom als deutlich grösser als die Dotcom-Blase ein. Nominal sei er rund 60 Prozent umfangreicher, berichtet «finanzen.net».
Er warnt, dass günstige Bewertungen Anleger nicht schützen, weil kein statistischer Zusammenhang zwischen Sektorbewertungen und künftigen Kursrückgängen bestehe.
Für die Magnificent Seven erwartet Bloomberg Intelligence 2026 ein Gewinnwachstum von rund 18 Prozent, laut «finanzen.net» seit 2022 das langsamste. Gleichzeitig könnte der freie Cashflow der grossen Hyperscaler massiv sinken.
Chip-Crash oder übertriebene Panik?
Finanzjournalist Egmond Haidt ist überzeugt, dass die KI-Blase bei Chip-Aktien zunächst geplatzt ist. Das berichtet das «Verbraucherschutzforum Berlin».
Er betont aber, viele Anleger hätten zuvor auf dauerhaft steigende Kurse gesetzt und müssten nun erhebliche Verluste verkraften.
Marktexperten unterscheiden laut «Verbraucherschutzforum Berlin» dabei klar zwischen der Zukunft der Künstlichen Intelligenz und der Entwicklung einzelner Aktien. KI gelte weiterhin als wichtige Zukunftstechnologie – Unternehmen könnten trotzdem massiv an Wert verlieren, wenn die KI-Blase überhöhte Erwartungen widerspiegelte.
Big Tech steht vor der Renditeprüfung
Daniela Hathorn, Senior Market Analyst bei Capital.com, sagt laut «Finanzmarktwelt», Anleger seien in dieser Berichtssaison deutlich wählerischer geworden.

Starkes Umsatzwachstum allein reiche nicht mehr aus. Die Märkte verlangten Belege für nachhaltige Gewinne.
Goldman Sachs geht davon aus, dass sich der Crash bei Chip-Aktien inzwischen in einer späten Phase befindet, berichtet die «Finanzmarktwelt». Wie es weitergeht, dürfte massgeblich von den Quartalszahlen der verbleibenden Tech-Schwergewichte abhängen.
















