Spion

    Israel-Spion im Iran nach Schnellverfahren hingerichtet

    Juli Rutsch
    Juli Rutsch

    Iran,

    Inmitten des Nahost-Konflikts setzt Irans Justiz auf rasche Verfahren und harte Strafen bei Kollaboration mit dem Erzfeind Israel.

    Gholam Hossein Mohseni Ejehi, Chef der iranischen Justiz
    Der iranische Sicherheitsapparat reagiert auf die Proteste im Iran mit brutaler Härte. - keystone

    Die iranische Justiz hat einen Mann wegen angeblicher Spionage für Israel hingerichtet, wie «Die Zeit» berichtet. Das Urteil wurde nach einem Schnellverfahren gefällt.

    Der Beschuldigte soll für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad spioniert haben. Laut der «Tagesschau» wird Kooperation mit dem Feind oder ausländischen Geheimdiensten im Iran oft mit der Todesstrafe geahndet.

    Keine Gnade

    Der Justizchef des Landes, Gholam Hossein Mohseni Ejehi, kündigte an, dass Kollaborateure mit Israel im Schnellverfahren bestraft werden.

    israel iran
    Irans Justizchef Gholam Hossein Mohseni Ejehi setzt ein klares Zeichen gegen Spionage seitens Israels. (Archivbild) - keystone

    Laut «BR24» liess er verlauten: «Ohne Nachsicht und mit voller Entschlossenheit wird ihnen gemäss den geltenden Gesetzen und mit höchster Dringlichkeit die härteste Strafe drohen.»

    Wer mit Israel zusammenarbeite, solle umgehend vor Gericht gestellt werden.

    Israel und Iran: Konfliktlage verschärft Verfahren

    Die Verfahren finden inmitten eines eskalierenden Konflikts zwischen Israel und dem Iran statt: Beide Länder führen gegenseitig Luftangriffe aus. Israel bombardierte zuletzt Atomanlagen im Iran und militärische Einrichtungen, wie «BR24» schreibt.

    Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel.

    Israel Iran
    Eine iranische Rakete schlägt in Tel Aviv ein und sorgt für eine Explosion. (Archivbild) - keystone

    Die iranische Justiz argumentiert, dass die aktuelle Kriegssituation eine schnelle Urteilsfindung und Vollstreckung nötig mache. In den vergangenen Wochen gab es bereits mehrere Hinrichtungen im Zusammenhang mit Spionagevorwürfen.

    Verfahrensablauf und Transparenz

    Die Justiz betont, dass Urteile zügig gefällt und öffentlich bekannt gemacht werden. Die iranischen Behörden wollen damit ein abschreckendes Signal setzen.

    Besorgt dich die aktuell extrem angespannte Lage in Nahost?

    Die internationale Reaktion auf die Schnellverfahren bleibt kritisch. Menschenrechtsorganisationen äussern sich besorgt über das Vorgehen der iranischen Justiz.

    Lage spitzt sich zu

    Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran halten an. Laut der «Tagesschau» lehnt der Iran derzeit jegliche Verhandlungen während des laufenden Grossangriffs ab.

    Erst nach einer Antwort auf die israelischen Präventivschläge könne es zu ernsthaften Gesprächen kommen.

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    Kommentare

    User #3617 (nicht angemeldet)

    Religion sollte vom Staat immer 15 m Abstand halten.

    User #3721 (nicht angemeldet)

    Gestern sah man live auf Agenda-free TV was abgeht. In Haifa sah man einen grossen Brand. Evt eine Raffinerie, einige sagen es sei ein Akw. Dazu gibt es aber heute nichts zu lesen denn diese Informationen wurden umgehend gesperrt.

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