Mutmasslicher Russland-Spion in Spanien auf freiem Fuss
Ein auf Betreiben der deutschen Justiz in Spanien festgenommener mutmasslicher Russland-Spion ist wieder auf freiem Fuss.

Die zuständige Richterin habe die Freilassung des 43-jährigen Ukrainers bereits am 25. März beschlossen, einen Tag nach der Festnahme, sagte ein Justizsprecher in Madrid der Deutschen Presse-Agentur (dpa) auf Anfrage. Zuvor hatten der «Spiegel» und die Regionalzeitung «Información» über die Freilassung berichtet.
Der Ukrainer sei unter Auflagen freigelassen worden. Die Richterin habe diese Entscheidung nach der Anhörung des Mannes getroffen. Die Staatsanwaltschaft habe keine Untersuchungshaft beantragt. Der Verdächtige müsse sich alle zwei Wochen bei den Behörden melden. Die spanische Justiz muss als nächstes über eine Auslieferung nach Deutschland entscheiden.
Die Bundesanwaltschaft, Deutschlands oberste Anklagebehörde, hatte vorige Woche den Ukrainer sowie in Rheine in Nordrhein-Westfalen auch eine mutmassliche Komplizin des Mannes, eine 45 Jahre alte Rumänin, festnehmen lassen. Sie sollen im Auftrag eines russischen Geheimdienstes einen Mann in Deutschland ausspioniert haben, der Drohnen und dazugehörige Bauteile in die Ukraine liefert. Die Frau sitzt in Deutschland inzwischen in Untersuchungshaft.














