Iran: Medien müssen angebliche Falschinformationen korrigieren

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Iran,

Irans nationales Cyberzentrum hat Behörden und Medien eine Frist zur Bekämpfung vermeintlicher Falschinformationen gesetzt.

Iranische Flagge
Der Iran mahnt zur Vorsicht gegenüber möglichen Vertragsbrüchen Israels. (Archivbild) - afp

Das Wichtigste in Kürze

  • Innerhalb von 60 Minuten seien Informationsdienste dazu verpflichtet, ausgewiesene Falschinformationen richtig zu stellen, hiess es in einer von verschiedenen iranischen Medien verbreiteten Mitteilung am Donnerstag.

Darüber hinaus sollen innerhalb von 24 Stunden Hintergründe der Nachrichten erläutert werden.

Irans Cyberzentrum untersteht einem vom geistlichen Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei gegründeten Rat, der sich mit Fragen über «Gefahren des Internets» beschäftigt. Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) bezeichnet den Cyber-Rat als Zensurbehörde.

Seit Ausbruch der landesweiten Proteste im Iran hat die politische Elite immer wieder das Ausland und soziale Medien dafür verantwortlich gemacht. Beobachter sehen darin hingegen den Versuch, von den eigentlichen Gründen der Proteste abzulenken. Auslöser der jüngsten Proteste war der Tod der iranischen Kurdin Jina Mahsa Amini Mitte September. Die 22-Jährige war Mitte September wegen Verstosses gegen die islamischen Kleidungsvorschriften festgenommen worden. Bisher wurden mindestens 450 Demonstranten getötet.

Kommentare

Weiterlesen

srf
1’006 Interaktionen
Initiative
x
49 Interaktionen
Lawinengefahr

MEHR IN NEWS

Schneemobil
Mailand
Armut Schweiz Kinder
8 Interaktionen
Zahlen
Wolf
7 Interaktionen
Neue Studie
Deutsche Bahn
19 Interaktionen
Kaffee-Schock

MEHR AUS IRAN

4 Interaktionen
Teheran
Genf
2 Interaktionen
Teheran
Iran
Nach Unruhen
Politiker-Aussage