Krieg

    BAK-Ökonomen senken BIP-Prognose wegen Iran-Krieg

    Keystone-SDA
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    Basel,

    Der Nahostkonflikt zwingt die Prognostiker von BAK Economics zu einer Korrektur ihrer Vorhersagen. Sie erwarten nun ein noch schwächeres Wachstum und eine höhere Inflation.

    Schweizerische Rheinhäfen
    Der Hafen Birsfelden am Rhein. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wachstum des realen Bruttoinlandprodukts (sporteventbereinigt) wird nun für 2026 bei 0,8 Prozent statt 0,9 Prozent gesehen. Höhere Energiepreise, Lieferkettenengpässe und nochmals gestiegene Unsicherheit bremsten die Exportindustrie und die Investitionstätigkeit, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

    Die Binnennachfrage bleibe zwar eine Stütze, verliere aber ebenfalls an Dynamik – insbesondere wegen eines sich abschwächenden Arbeitsmarktes. BAK Economics erwartet einen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 3,2 Prozent im laufenden Jahr und auf 3,3 Prozent im 2027.

    Die neue BIP-Prognose basiert gemäss Communiqué auf der Annahme, dass keine weiteren grösseren militärischen Eskalationen folgen und sich die Lage in den kommenden Monaten tendenziell entspannt. Zudem wird von einer schrittweisen Beruhigung der Energiemärkte und einem Nachlassen der Lieferkettenstörungen ausgegangen.

    In einem solchen Szenario würde sich der Ölpreis laut den Ökonomen nach dem aktuellen Hoch wieder in Richtung 60 Dollar pro Barrel bewegen. Das und eine erwartete Erholung des Welthandels dürfte dann 2027 zu einem Wachstum von 1,4 Prozent führen.

    Bei der Inflation erwarten die Experten nun für 2026 einen Wert von 0,6 statt 0,3 Prozent. Der Anstieg bleibe damit zwar weit unter dem Auslandsniveau, die Veränderung sei aber für Schweizer Verhältnisse spürbar – insbesondere über höhere Energie- und Importpreise. Zweitrundeneffekte seien zudem nicht auszuschliessen.

    Der moderate Inflationsanstieg erfordere gleichwohl keine sofortige Reaktion der Nationalbank bei den Zinsen, meinen die BAK-Experten. Sie werde sich darauf beschränken, Aufwertungsschübe beim Franken mit Devisenmarktinterventionen zu dämpfen. Allerdings: Sollten die Zweitrundeneffekte stärker als erwartet ausfallen, könne eine Zinserhöhung aber notwendig werden, räumen die Ökonomen ein.

    Kommentare

    User #6237 (nicht angemeldet)

    Wen interessiert der BAK Sinus noch, der ist und war noch nie konstant!

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