Hunderttausende fordern mehr Geld für Bildung in Kolumbien

    Keystone-SDA
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    USA,

    In Kolumbien sind hunderttausende Studenten und Lehrer auf die Strasse gegangen. Sie fordern die Regierung auf, mehr Geld in das Bildungssystem zu investieren.

    Tausende Menschen versammeln sich am Ende eines von Studenten organisierten Protestmarsches in Bogota, Kolumbien.
    Tausende Menschen versammeln sich am Ende eines von Studenten organisierten Protestmarsches in Bogota, Kolumbien. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Hundertausende sind in Kolumbien auf die Strasse gegangen.
    • Die Demonstranten fordern mehr Invenstionen in Schule und Bildung.

    Hunderttausende Studenten und Professoren sind in mehreren Städten Kolumbiens auf die Strasse gegangen. Sie haben mehr Geld für die Bildung gefordert.

    Der Haushalt der staatlichen Universitäten müsse aufgestockt werden, sagte der Vorsitzende der kolumbianischen Studentenbewegung. Nach Angaben der Organisatoren nahmen 450'000 Menschen an den Kundgebungen teil. Die Demonstrationen markierten am Mittwoch den Beginn eines zehntägigen Studentenstreiks, der mindestens bis zum 21. Oktober andauern soll.

    Hintergrund der Proteste ist ein Defizit im Bildungshaushalt des südamerikanischen Landes. Die Studenten fordern eine Aufstockung des Haushalts von 3,2 auf 4,9 Billionen Peso (auf rund 1,6 Milliarden Franken). Die Ressourcen für die staatlichen Hochschulen seien im Laufe der Zeit praktisch eingefroren worden, sagte der Präsident der Vereinigung der 32 staatlichen Universitäten, Jairo Torres.

    Die Studenten fordern auch, dass die Regierung Kredite zur Finanzierung der Hochschulbildung vergibt. Für Studierende mit Zahlungsproblemen sollten diese Kredite zinsfrei sein.

    Der kolumbianische Präsident Iván Duque, der erst seit zwei Monaten im Amt ist, wies am Mittwoch auf seine Anstrengungen für höhere Bildungsinvestitionen hin. Er verstehe die Beschwerden der Studenten, doch die Regierung habe «Schwierigkeiten, alle Wünsche zu erfüllen», sagte Duque. Die Regierung wolle den Haushalt für Bildungsinvestitionen zwar umfangreicher gestalten, aber es fehle an Ressourcen, wie Duque weiter sagte.

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