Guterres bedauert Austritt der USA aus Organisationen
UN-Chef António Guterres zeigt sich enttäuscht über Donald Trumps Rückzug aus 66 internationalen Organisationen, darunter 31 UN-Einrichtungen.

Die USA ziehen sich aus 66 internationalen Organisationen zurück, berichtet die «Tagesschau». US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am 7. Januar ein entsprechendes Dekret, das den Austritt formell einleitet.
Von den betroffenen Institutionen gehören 31 zum System der Vereinten Nationen, meldet der «Deutschlandfunk». Darunter fallen zahlreiche Einrichtungen aus den Bereichen Umwelt, Klima und Geschlechtergerechtigkeit.
UN-Generalsekretär António Guterres bedauerte die Ankündigung deutlich, wie das «SRF» berichtet. Alle UN-Organisationen würden ihre Aufgaben aber trotzdem weiter ausführen.
Rechtliche Verpflichtungen bleiben bestehen
«Die Vereinten Nationen haben eine Verantwortung gegenüber denjenigen, die auf uns angewiesen sind», sagte Guterres laut dem «Handelsblatt». Er betonte, dass man die Mandate mit Entschlossenheit fortführen werde.
UN-Sprecher Stéphane Dujarric wies auf die rechtliche Verpflichtung zur Beitragszahlung für die UNO-Arbeit hin. Dies berichtete der «Deutschlandfunk».
Die Verpflichtung gilt auch für die USA. Aktuell verzeichnen die Vereinigten Staaten 1,5 Milliarden Dollar Schulden bei der UNO.
Begründung der Trump-Regierung
US-Aussenminister Marco Rubio sprach von «antiamerikanischen, nutzlosen oder verschwenderischen internationalen Organisationen», wie das «SRF» meldet. Die betroffenen Institutionen seien überflüssig und schlecht verwaltet.

Laut Trump-Dekret seien die Organisationen nicht mit amerikanischen Interessen vereinbar, schreibt die «Tagesschau». Sie würden versuchen, die Souveränität der Vereinigten Staaten einzuschränken.
Der Rückzug soll so bald wie möglich erfolgen, berichtet das «SRF». Die Trump-Regierung prüft derzeit weitere internationale Organisationen auf einen möglichen Austritt.












