Hantavirus: Behörden beobachten Person aus Genf nach Kontaktfall
An Bord der MV Hondius kam es zu einem Hantavirus-Ausbruch. Drei Personen starben, fünf Fälle sind bestätigt – einer davon in der Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach dem Ausbruch des Hantavirus gibt es fünf bestätigte Fälle.
- Die MV Hondius steuert Teneriffa an, am Sonntag ist die Ankunft geplant.
- Im Ticker von Nau.ch verpasst du nichts.
Auf dem Kreuzfahrtschiff MV Hondius kam es zu einem Ausbruch des Hantavirus. Drei Personen starben, fünf Fälle wurden bestätigt, acht Verdachtsfälle sind noch unbestätigt.
Das Schiff durfte auf Kap Verde nicht anlegen und ist nun auf dem Weg nach Teneriffa.
Auch in der Schweiz gibt es einen Fall: Ein Ehepaar verliess das Schiff vor Bekanntwerden des Ausbruchs. Der Mann begab sich mit Symptomen ins Universitätsspital, der Frau geht es gut, sie ist zuhause in Selbstisolation.
Alle Neuigkeiten rund um den Hantavirus-Ausbruch liest du hier im Ticker:
Verdachtsfall in Spanien im Krankenhaus
17.43: In Spanien ist eine Frau mit Kontakt zu der in Johannesburg nach einer Hantavirus-Infektion gestorbenen Niederländerin mit leichten Krankheitssymptomen zur Überwachung in ein Krankenhaus gebracht worden. Das teilte der Staatssekretär im spanischen Gesundheitsministerium, Javier Padilla, mit. Die Frau sei in einem Krankenhaus in Alicante; das Ergebnis eines PCR-Tests stehe noch aus.
Deutsche Kontaktperson hat wohl keine Hantavirus-Infektion
14.44: Das Hantavirus konnte in den Laboruntersuchungen bei einer in ein Spital in Deutschland gebrachten Kontaktperson nicht nachgewiesen werden.

Die Ergebnisse der umfangreichen virologischen Untersuchungen deuteten bisher nicht auf eine Infektion hin, teilte die Uniklinik Düsseldorf mit.
Die Person befindet sich den Angaben zufolge in einer stabilen klinischen Verfassung. Laut den niederländischen Behörden handelt es sich um eine 65-jährige Frau.
Trotz negativer Untersuchungen verbleibt die Frau weiterhin in der Uniklinik. Grund dafür ist die variable Inkubationszeit des Virus.
Behörden beobachten Person aus Genf nach Hantavirus-Kontaktfall
13.14: Eine Person aus Genf ist nach einem Flug mit einem Hantavirus-Erkrankten unter Beobachtung.
Die Kontaktperson sei symptomfrei und befinde sich in häuslicher Isolation, teilte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.
Die Person sei auf einem Flug von St. Helena nach Johannesburg gewesen, auf dem sich auch eine schwer erkrankte Person befunden habe, hiess es am Freitag vom BAG. Sie sei nicht an Bord des Kreuzfahrtschiffes gewesen.

Die kantonalen Behörden sind mit der Person in engem Kontakt und verfolgt ihren Gesundheitszustand.
Der Schweizer Patient, der sich auf dem Kreuzfahrschiff «Hondius» mit dem Hantavirus angesteckt hat, befindet sich weiterhin im Universitätsspital Zürich. Seine Ehefrau ist in häuslicher Isolation.
US-Arzt rutschte «in die Rolle des Schiffarztes hinein»
09.30: Stephen Kornfeld wollte auf der «Hondius» eigentlich nur Ferien machen, als er letzten Monat in Südargentinien an Bord ging.
Er plante, Wildtiere wie Wale, Delfine und Pinguine aus der Nähe zu betrachten.

Mittlerweile ist der Arzt aus Bend im US-Bundesstaat Oregon aber zum medizinischen Personal avanciert. Gegenüber CNN erzählt er: «Ich bin gewissermassen in die Rolle des Schiffsarztes hineingerutscht.»
Er habe sich dem Schiffsarzt angeboten, als er erfahren habe, dass ein Passagier auf dem Kreuzfahrtschiff erkrankt sei. Seither arbeitet der US-Arzt auf der «Hondius» mit – und versorgt Patienten.
Hantavirus: Deutsche Kontaktperson weiter in Klinik
07.10: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde das Hantavirus inzwischen bei fünf Infizierten nachgewiesen, hinzu kommen weitere Verdachtsfälle. Bei dem Ausbruch starben bislang drei Menschen, ein älteres Ehepaar aus den Niederlanden sowie eine Frau aus Deutschland.
In der Uniklinik Düsseldorf wird derzeit eine Passagierin der «Hondius» untersucht, die neben zwei kranken Crew-Mitgliedern ausgeflogen wurde. Nach Angaben eines Kliniksprechers gibt es keine Hinweise auf eine Infektion bei ihr.

Aufgrund der sehr unterschiedlichen Inkubationszeit seien jedoch zusätzliche Untersuchungen erforderlich. Deshalb würden die Schutzmassnahmen vorsorglich aufrechterhalten, so der Sprecher.
Die 65-jährige Deutsche, die nun in der Uniklinik ist, soll engen Kontakt mit der verstorbenen Deutschen gehabt haben. Das gab das niederländische Aussenministerium bekannt.
In diesen Ländern gab es im letzten Jahr Hantavirus-Fälle
03.00: Das Hantavirus ist selten, im letzten Jahr gab es 229 bestätigte Fälle bei 59 Todesfällen.
Dies entspricht einer Todesrate von 25 Prozent. Nachgewiesen wurde das Virus in Argentinien, Brasilien, Bolivien, Chile, Panama, Paraguay, den USA und in Uruguay.

Als Hotspot galt Argentinien mit 66 Fällen und 21 Toten. Die Todesrate lag mit 32 Prozent deutlich höher als der globale Durchschnitt und als der nationale Schnitt der letzten Jahre.
Es wird davon ausgegangen, dass sich auch der erste Passagier der Hondius in Argentinien angesteckt hat. Der mittlerweile verstorbene Niederländer kam wohl während einer Vogeltour auf einer Mülldeponie mit infizierten Nagern in Kontakt.












