Gewalt

    Gewalt in Mosambik und DR Kongo vertreibt Hunderttausende

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Vereinte Nationen und Rotes Kreuz schlagen Alarm über die eskalierende Gewalt in Mosambik und der Demokratischen Republik Kongo.

    Soldaten sichern ein Gebiet ab, damit Bewohner in das Dorf Mkularini am Rande von Palma in Mosambik zurückkehren können.
    Soldaten sichern ein Gebiet ab, damit Bewohner in das Dorf Mkularini am Rande von Palma in Mosambik zurückkehren können. - Marc Hoogsteyns/AP/dpa

    Die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz sind in grosser Sorge um die Zivilbevölkerung in zwei afrikanischen Ländern: Mosambik und der Demokratischen Republik Kongo. Sie schilderten am Freitag wachsende Gewalt, die immer mehr Menschen in die Flucht treibe. Diese hätten kaum das Nötigste zum Überleben.

    UN und Rotes Kreuz appellierten an Regierungen und andere Spender, Geld zu geben, um den Menschen besser helfen zu können. In Mosambiks nördlicher Provinz Cabo Delgado sind nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef allein im Februar fast 100 000 Menschen vertrieben worden, mehr als die Hälfte davon Kinder.

    Insgesamt sind dort jetzt mehr als eine halbe Million Menschen vertrieben. Viele Kinder würden im Chaos der Flucht von ihren Familien getrennt.

    Kinder besonders gefährdet

    Sie seien dann besonders gefährdet, von bewaffneten Gruppen entführt und als Kindersoldaten oder zur sexuellen Ausbeutung missbraucht zu werden, sagte Guy Taylor, Unicef-Sprecher für Mosambik. Viele Familien hungerten und seien traumatisiert. Die Cholera breite sich aus.

    In der Provinz kämpfen seit 2017 dschihadistische Aufständische gegen international unterstützte Regierungstruppen. In der Demokratischen Republik Kongo eskalierten Konflikte bewaffneter Gruppen in den Provinzen Nord- und Südkivu, berichtete Pierre Kremer, Vizeregionaldirektor Afrika der Föderation von Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC).

    Seit März 2022 seien dort mehr als 1,6 Millionen Menschen vertrieben worden. Die Zustände, unter denen die Menschen leben müssten, seien verheerend. «Ich habe eine Grossmutter gesehen, die ihren Sohn und ihre Schwiegertochter in dem Konflikt verloren hat, alles zurücklassen musste und mit sieben Enkeln in ein Lager geflüchtet ist», sagte Kremer. Wasser, Essen und das Nötigste zum Leben zusammenzubekommen sei ein Kampf.

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