Gericht

Zürcher Gemeinderätin Sanija Ameti steht wegen Schüssen vor Gericht

Keystone-SDA
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Zürich,

Die Zürcher Gemeinderätin Sanija Ameti (parteilos) muss sich heute Mittwoch vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. Die 34-Jährige ist angeklagt, weil sie auf ein Bild von Jesus und Maria geschossen hatte.

Sanija Ameti
Zürcher Gemeinderätin Sanija Ameti steht wegen Schüssen vor Gericht. - keystone

Im September 2024 teilte die damalige GLP-Politikerin auf Instagram ein Foto von sich in Schiessstellung. «Abschalten» schrieb sie dazu.

Kurz zuvor hatte sie mit ihrer Druckluft-Pistole rund zwanzig Mal auf ein Bild von Jesus und Maria geschossen. Es handelte sich um eine herausgerissene Seite aus dem Katalog eines Auktionshauses.

Ameti löschte den Post zwar rasch wieder und entschuldigte sich dafür. Doch Jesus und Maria als Zielscheibe hatten da längst für Schlagzeilen gesorgt.

Die öffentliche Inszenierung ihrer Schiessübung habe gegenüber gläubigen Christen eine unnötig herabsetzende und verletzende Missachtung und ein Lächerlich-machen ihres Glaubens dargestellt, heisst es in der Anklage der Zürcher Staatsanwaltschaft. Zudem sei dadurch der Religionsfrieden potenziell gefährdet worden.

Ameti beim Schiessen
Dieser Instagram-Post sorgte für einen Skandal: Sanija Ameti schiesst auf Jesus und Maria. - Bildmontage

Wegen Störung der Glaubensfreiheit fordert die Staatsanwaltschaft eine bedingte Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu 100 Franken sowie eine Busse über 2500 Franken. Angezeigt wurde Ameti unter anderem von der Jungen SVP und von der Organisation Mass-Voll.

Für Ameti hatte die Aktion nicht nur juristische Konsequenzen. Sie verlor ihren Job bei einer PR-Agentur und GLP-Präsident Jürg Grossen forderte ihren Parteiausschluss. Im Januar 2025 trat Ameti schliesslich selber aus der Partei aus.

Seither politisiert sie im Zürcher Stadtparlament als Parteilose, ist aber isoliert und meldet sich nur selten zu Wort. Im November 2025 kündigte sie zudem an, das Co-Präsidium der Bewegung Operation Libero abzugeben. Auch zu den Gemeinderatswahlen im März wird sie nicht mehr antreten.

Kommentare

User #5443 (nicht angemeldet)

So tief ist unser Land gesunken. Freue mich schon, wenn die nächste Generation in die Politik miteinsteigt. 🤢

User #4387 (nicht angemeldet)

Wie unsere Rechts-Sprechung kenne wird ihr bestimmt noch ein Schmerzensgeld ausbezahlt..

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