Israel greift strategische Anhöhen im Südlibanon an
Das israelische Militär greift weiter im Libanon an. Getroffen wurden nach Angaben libanesischer Sicherheitskreise in der Nacht die Umgebung der strategisch wichtigen Anhöhen von Ali al-Taher nahe der Stadt Nabatija.

Auch aus anderen Teilen des Südlibanon wurden Explosionen gemeldet. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von Angriffen auch in den Bezirken Bint Dschubail und südlich der Küstenstadt Tyrus. Das israelische Militär teilte mit, es handle sich um «Routine-Angriffe».
Die Anhöhen von Ali al-Taher bei Nabatija gelten wegen ihrer erhöhten Lage als strategisch wichtiger Punkt mit Blick auf weite Teile der Region. Sie sind ein umkämpftes Gebiet im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah. Das Gebiet ist seit Jahren ein wichtiger Einsatz- und Einflussraum der Hisbollah und damit ein wiederkehrender Brennpunkt im Konflikt mit Israel.
Aus Kreisen der Hisbollah hiess es, die Organisation werde die Kontrolle über Ali al-Taher an niemanden abgeben. Dort soll sich auch ein unterirdisches Tunnelsystem der Hisbollah befinden.
Israels Armee teilte am Nachmittag mit, sie habe in der Gegend von Baraschit im Südlibanon mehrere Verdächtigte in einem Gebäude angegriffen. Die Personen seien in die sogenannte «Sicherheitszone» eingedrungen und hätten eine Bedrohung für israelische Soldaten dargestellt. Die Angaben liessen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt.
Das israelische Militär hat die «Sicherheitszone» im Südlibanon einseitig verfügt, um eigenen Angaben zufolge Angriffe der Hisbollah zu verhindern. Die libanesische Regierung sieht diese Zone als völkerrechtswidrige Besetzung.
Trotz Waffenruhe ist das israelische Militär weiterhin im Südlibanon stationiert und verübt weiterhin nahezu täglich Angriffe. Die Kämpfe um Ali al-Taher standen dabei zuletzt im Fokus.










