Friedensplan für Gaza zwar in zweiter Phase - doch mit vielen Fragen
Die USA kündigen im Friedensplan für Gaza eine zweite Phase an, doch zentrale Fragen bleiben ungelöst.

Die Umsetzung des Gaza-Friedensplans geht in die zweite Phase. Das kündigte der US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X an, wie die «Zeit» berichtet.
Darin gehe es um die Entwaffnung der Hamas und eine technokratische Übergangsregierung. Doch die erste Phase ist aus mehreren Perspektiven nicht abgeschlossen.
Israel kritisiert, dass die sterblichen Überreste einer Geisel weiterhin nicht zurückgegeben wurden. Die Hamas bemängelt laut dem «SRF», dass zu wenig Hilfsgüter in den Gazastreifen gelangen.
Brüchige Waffenruhe hält nur bedingt
Seit dem 10. Oktober 2025 gilt offiziell eine Waffenruhe, so «ZDFheute». Diese wurde jedoch immer wieder gebrochen, wobei Hunderte Menschen starben.
Trotzdem sehen die USA die Bedingungen für die zweite Phase als erfüllt an. US-Präsident Donald Trump will am Weltwirtschaftsforum in Davos weitere Details zum Friedensplan für Gaza nennen.
Er hatte angekündigt, den Gazakrieg beenden zu wollen, berichtet das «SRF». Bilder des Leidens der palästinensischen Zivilbevölkerung befremdeten zunehmend auch seine eigene Basis.
Entwaffnung der Hamas bleibt strittig
Im Zentrum von Phase zwei steht die Entwaffnung der Hamas. Die Terrororganisation lehnt es ab, alle Waffen niederzulegen, wie das «ZDFheute» weiter meldet.
Eine palästinensische Technokraten-Regierung aus 15 Mitgliedern soll dies dennoch durchsetzen. Die Hamas und die Palästinenserbehörde einigten sich auf die Zusammensetzung dieser Übergangsregierung.

Laut «ZDFheute» haben alle 14 benannten Mitglieder keinerlei Verbindungen zur Hamas. Ein 15. Posten wird vorübergehend vom Leiter Ali Schaath besetzt.
Internationale Friedenstruppe ohne klare Besetzung
Die israelische Armee soll sich aus dem Gazastreifen zurückziehen. Eine internationale Stabilisierungstruppe soll dann für Ordnung sorgen.
Welche Länder Soldaten stellen, bleibt völlig unklar, heisst es weiter. Auch die Besetzung des internationalen Friedensrats unter Trumps Leitung ist offen.
Trump will laut dem «SRF» die 15 Mitglieder der Technokraten-Regierung persönlich ernennen. Der Friedensplan für Gaza sieht in seiner zweiten Phase auch den Beginn des Wiederaufbaus des zerstörten Gazastreifens vor.
Friedensplan für Gaza mit unsicherer Zukunft
Ob Phase zwei tatsächlich funktionieren wird, ist ungewiss. Die weitere Entwicklung hängt stark von den Ereignissen in der Region ab.

Für die Bevölkerung des Gazastreifens wird es keine schnelle Linderung geben, betont das «SRF». Ein Wiederaufbau werde Jahre oder Jahrzehnte dauern.
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu bezeichnete die Phase zwei als «symbolisch», berichtet die «Jüdische Allgemeine». Militärisch habe es keinen Sinn, den zerstörten Gazastreifen weiter zu bombardieren.












