Die französische Armee hat im Krisenstaat Mali zwei führende Mitglieder eines Ablegers der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ausser Gefecht gesetzt.
Al-Qaida im Maghreb
Frauen und ein Kind flüchten vor einem Tumult in Bamako, Mali. (Archivbild) - Keystone

In Abstimmung mit der US-Armee sei in der Nacht zum Donnerstag ein Standort der Terrorgruppe in der malischen Region Menaka angegriffen worden, teilte Verteidigungsministerin Florence Parly via Twitter mit.

«Der Kampf geht weiter», schrieb die Ressortchefin. In einer Erklärung war davon die Rede, dass die Terrorverdächtigen bei dem Angriff «neutralisiert» wurden. In der französischen Militärsprache bedeutet dies, dass der Gegner kampfunfähig gemacht oder getötet wurde.

Frankreich hatte vor kurzem angekündigt, seinen Anti-Terror-Kampf im riesigen Sahel neu auszurichten und dazu seine Truppenstärke langfristig um mehr als 2000 Soldaten zu verringern. Bisher sind etwa 5100 Soldaten im «Barkhane»-Einsatz vertreten. In den Staaten der Sahelzone - einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt - sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv. Einige haben dem IS oder dem Terrornetzwerk Al Kaida die Treue geschworen. Auch die Bundeswehr hat in Mali mehrere Hundert Soldaten stationiert.

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